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Bewerbungsgespräch

So präsentieren Sie sich perfekt im Vorstellungsgespräch

Gepostet von Glassdoor-Team

Karriere-Experte

Letzte Aktualisierung 7. September 2020
|5 Min. Lesezeit

Möchten Sie in einem Bewerbungsgespräch überzeugen, kommt es nicht nur auf die Skills an, die Sie mitbringen. Auch die Art, wie Sie sich präsentieren, spielt eine wichtige Rolle.

„Dann erzählen Sie doch mal etwas über sich“. Wer schon einmal zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen war, hat diese Frage sicherlich so oder so ähnlich schon gehört. Und obwohl sie keine Seltenheit ist, lässt sie viele Bewerberinnen und Bewerber erst einmal schlucken. Etwas über sich erzählen? Ja, was eigentlich. Das Meiste stand schließlich schon im Lebenslauf oder im Anschreiben.

Werden Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, haben Sie schon einige Hürden geschafft. Nun geht es um alles. Schließlich ist der Eindruck, den Sie im persönlichen Termin hinterlassen, mitentscheidend dafür, ob Sie eine Stelle bekommen oder nicht. Denn mit dem Vorstellungsgespräch möchte ein Arbeitgeber den Menschen hinter der Bewerbung kennenlernen und sich einen Eindruck davon verschaffen, ob er in das Unternehmen passt.

Und dabei kommt es nicht darauf an, noch einmal zu wiederholen, was ohnehin schon in den Bewerbungsunterlagen zu lesen ist. Vielmehr zählt die Geschichte hinter den einzelnen Stationen. Ihr Gegenüber interessiert, welche Aufgaben Sie bereits wahrgenommen haben, wie Sie mit Problemen umgehen und was Sie bisher erreicht haben. Von wann bis wann Sie beim Unternehmen XY gearbeitet haben, ist bereits aus Ihren Bewerbungsunterlagen bekannt.

Ein Tipp: Wenn Sie unsicher sind, welche Themen Sie in Ihrer Selbstpräsentation anreißen sollen, orientieren Sie sich bei der Vorbereitung auf den Termin an der Stellenausschreibung:

  • Das Unternehmen sucht einen Mitarbeiter mit Führungserfahrung? Wann und in welchen Situationen haben Sie Beschäftigte geführt?
  • Der Arbeitgeber wünscht sich Teamplayer: Gab es in Ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn Projekte, in denen die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen besonders wichtig war und schließlich zum erfolgreichen Abschluss des Projektes geführt hat?
  • Es werden interkulturelle Kompetenzen vorausgesetzt: Haben Sie schon einmal für einige Zeit im Ausland gelebt? Waren Sie für internationale Unternehmen tätig?

Authentisch bleiben und die eigenen Kompetenzen hervorheben

Neben dem, was Sie erzählen, gehört zur Selbstpräsentation auch die Art, wie Sie sich verhalten. Und dabei gilt: Verstellen Sie sich nicht. Bewerberinnen und Bewerber, die versuchen, bei einem Vorstellungsgespräch in eine andere Rolle zu schlüpfen, kommen nicht authentisch rüber und müssen unglaubliche Anstrengungen unternehmen, um nicht aus dieser Rolle zu fallen. Und das kostet Sie im Bewerbungsgespräch viel Kraft. Bleiben Sie also Sie selbst.

Doch wie sieht es aus, wenn Sie besonders schüchtern sind? Zunächst ist das kein Grund, zu verzweifeln. Denn Zurückhaltung ist nicht per se schlecht und kann gut durch Wissen und Können kompensiert werden.

Überlegen Sie sich im Vorfeld, über welche Erfolge Ihres bisherigen Berufsweges Sie im Vorstellungsgespräch sprechen möchten und machen Sie sich Gedanken darüber, welche Rolle Sie selbst in den jeweiligen Situationen gespielt haben, welche Herausforderungen es gab und wie Sie auf diese reagiert haben. Auf diese Weise zeigen Sie, dass Sie zwar von Natur aus ein ruhiger Mensch sind, beruflich aber keineswegs zurückhaltend.

Ebenfalls wichtig: Hören Sie Ihren Gesprächspartnern aktiv zu, wenn sie Fragen stellen und gehen Sie auf diese ein. So zeigen Sie Interesse an Ihrem Gegenüber. Das ist eine wichtige Voraussetzung, wenn im Unternehmen etwa Teamwork großgeschrieben wird.

Ehrlich währt am längsten

Auch, wenn es verlockend erscheint, im Vorstellungsgespräch alle Erfolge der bisherigen beruflichen Laufbahn auf den Tisch zu bringen und auszuschmücken oder die eine oder andere Tatsache in ein passenderes Licht zu rücken, ist es wichtig, dass Sie bei der Wahrheit bleiben. Wer einen potenziellen Arbeitgeber bewusst täuscht, setzt die künftig neu anzutretende Stelle aufs Spiel.

Auch auf Übertreibungen sollten Sie verzichten. Bewerberinnen und Bewerber, die im Vorstellungsgespräch überzogen und arrogant rüberkommen, verspielen wichtige Sympathiepunkte – und die sind nicht unerheblich für die Besetzung einer Stelle. Welcher Arbeitgeber wünscht sich schon einen Schaumschläger, der zwar vieles aufbauscht, aber keine wirklichen Erfolge für sich verzeichnen kann?

Bereiten Sie sich auf kritische Themen vor

Über Erfolge zu sprechen fällt häufig leicht. Aber wie sieht es aus, wenn kritische Themen angesprochen werden?

Ein Arbeitgeber möchte auch einen Blick hinter die Fassade werfen. Und die bröckelt häufig, wenn einem Fragen wie diese völlig unvorbereitet treffen. Setzen Sie sich vor dem Termin also auch mit diesen Themen auseinander und überlegen Sie, wie Sie diese Fragen beantworten können.

Körpersprache und Mimik

Möchten Sie sich in einem Vorstellungsgespräch souverän präsentieren, achten Sie auch auf die Art, wie Sie sich bewegen, auf Ihre Gesten und Ihren Blick. Eingefallene Schultern und ein nach unten gerichteter Blick lassen Sie kleiner und unsicher wirken. Verschränkte Arme wirken abweisend und ein Blick von oben herab arrogant. Es gibt also viele Fallstricke, wenn es darum geht, sich selbst zu präsentieren.

Um im Vorfeld an Gestik, Mimik und Co. zu feilen, ist es sinnvoll, wenn Sie sich mit Freunden austauschen. Hilfreich ist es zudem, wenn Sie ein Vorstellungsgespräch simulieren und ein kurzes Handyvideo davon machen. Beim späteren Ansehen wird ganz schnell deutlich, wo es Verbesserungsbedarf gibt.

Dieses Training im Vorfeld kann Ihnen auch dabei helfen, mit der Nervosität, die ein Vorstellungsgespräch in vielen Fällen mit sich bringt, besser umzugehen.