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Die 10 wichtigsten Eigenschaften einer Führungskraft

Gepostet von Glassdoor-Team

Karriere-Experte

Letzte Aktualisierung March 25, 2022

Der Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Führungskraft besteht vor allem im Verhalten den eigenen Mitarbeitenden gegenüber. Wir zeigen Ihnen, welche Eigenschaften eine gute, moderne Führungskraft auszeichnet – und geben zehn Beispiele für Führungskompetenzen.

Eigenschaften, die gute Führungskräfte haben sollten

Was macht einen guten Chef oder eine gute Chefin aus? Die Arbeitswelt befindet sich in einem Wandel, denn veraltete Ansichten über Führungskräfte schwinden. So sind Härte und Disziplin – einst wichtige Merkmale einer Führungspersönlichkeit – heute eher Eigenschaften einer schlechten Führungskraft. Bei Mitarbeiter:innen punkten vielmehr Persönlichkeiten mit einer hohen sozialen Kompetenz.

Ein gutes Verhältnis schafft tendenziell Raum für motivierte Teammitglieder mit einer positiven Grundeinstellung. Und diese bringen bessere Ergebnisse. Denn die meisten Menschen fühlen sich mit konstruktiver Führung wesentlich wohler. Das sorgt für Loyalität und geringe Fluktuation. Wir zeigen Ihnen, welche Fähigkeiten gute Führungskräfte neben der reinen Fachkompetenz mitbringen sollten.

Was sind die wichtigsten Eigenschaften einer guten Führungskraft?

Welche wichtigen Eigenschaften eine gute Führungspersönlichkeit ausmachen, haben wir für Sie in einer Liste aufgezählt – unsere Top Ten. Darunter finden Sie die jeweiligen Erklärungen.

1. Empathie und emotionale Intelligenz

Was zeichnet eine gute Führungskraft aus? Zunächst wäre da emotionale Intelligenz zu nennen. Nur durch Empathie – und diese ist eine Fähigkeit emotionaler Intelligenz – verstehen Chefs und Chefinnen die Sorgen und Probleme der Mitarbeiter:innen.

Hören Sie Ihren Teammitgliedern also zu. So fühlen sich diese respektiert und ernst genommen. Ihnen gelingt es als Führungskraft dadurch wiederum schneller, aufkeimende Konflikte zu lösen. Denn Ihre Mitarbeiter:innen werden schon von sich aus das Gespräch mit Ihnen suchen.

2. Entschlussfreudigkeit

Im Wort Führungskraft steckt das Verb führen. Das können Sie nur, indem Sie Entschlussfreudigkeit demonstrieren und an den Tag legen. Ob es um das Einstellen von neuen Mitarbeiter:innen oder um das Fazit einer Besprechung geht – fällen Sie eine Entscheidung. Tun Sie das gut fundiert, aber auch zügig. Es wirkt auf Ihre Mitarbeiter:innen demotivierend, wenn Sie alle Entscheidungen an sich reißen, dann aber keinen Entschluss fassen. Oder die Wahl gleich den anderen überlassen und damit Verantwortung abwälzen. 

Nehmen Sie also alle relevanten Informationen auf, wägen Sie ab und kommen Sie dann zu einer Entscheidung. Umso eher werden Sie das Vertrauen Ihrer Belegschaft erringen und als gutes Beispiel für eine erfolgreiche Hands-on-Mentalität dienen.

3. Transparenz und Verlässlichkeit

Einsame Entscheidungen einer vertrauten Gruppe um den Chef oder die Chefin, die den Rest der Mitarbeiter:innen vor vollendete Tatsachen stellen, werden selten gut aufgenommen. So heizen Sie nur die Gerüchteküche an, was in der Regel negative Auswirkungen auf die Produktivität hat. Machen Sie Ihrer Belegschaft stattdessen klar, warum Sie wann zu welcher Entscheidung gekommen sind.

Halten Sie außerdem nichts geheim, was dann doch das gesamte Team betrifft – und von diesem ausgebadet werden muss. Schlechte Nachrichten sollten angekündigt werden, auch so erringen Sie Vertrauen. Machen Sie Ankündigungen und Versprechen und setzen Sie diese dann auch um. Denn so sind Sie verlässlich und berechenbar. Mit launischen Vorgesetzten kommen die wenigsten Mitarbeiter:innen gut zurecht, was sich umgehend in deren Effizienz widerspiegelt. 

Halten Vorgesetzte hingegen verlässlich Wort, entsteht Vertrauen. Neben der Transparenz Ihrer Entscheidungen und der klaren Zielsetzung der Aufgaben geben Sie Ihren Mitarbeitenden so eine nachvollziehbare Orientierung – und damit Sicherheit. Denn diese wissen, dass sie nicht plötzlich von völlig Unerwartetem überrascht werden.

4. Motivation

Als Führungskraft sollten Sie Motivation und Leidenschaft für Ihren Beruf haben. Sie müssen beides jedoch auch zeigen. So sind Sie ein gutes Vorbild und können Ihre Belegschaft mit Ihrer Begeisterung mitreißen. Dabei ist es ebenfalls wichtig, herauszufinden, was die einzelnen Teammitglieder für Fähigkeiten und Ziele haben. Auf diese Weise können Sie jede:n individuell dabei unterstützen, diese Zielsetzungen zu erreichen. Und nichts ist motivierender, als Kompetenzen zu zeigen und damit Projekte erfolgreich abzuschließen. Das gilt auch für Ihre Mitarbeiter:innen. 

Tipp: Möchten Sie besondere Erfolge herausheben, nutzen Sie die Chance und werden Sie kreativ. Außergewöhnliche Zusatzleistungen für Mitarbeiterin:innen geben Anregung – und können Sie dabei unterstützen, die Motivation und Freude rund um den Job zu erhalten.

5. Diplomatie und Geduld

Trotz allen Elans sollten Sie anerkennen, dass gewisse Dinge ihre Zeit brauchen. Außerdem haben Menschen unterschiedliche Naturelle. Sie sollten als Ausgleich wirken, auch und gerade wenn es Differenzen innerhalb des Teams gibt.

Handeln Sie dabei rasch und delegieren Sie Aufgaben. Einerseits können Sie nicht alles alleine machen, andererseits zeigen Sie so das Vertrauen in Ihr Team. Schließlich können Sie als Chef:in auch Mentor sein – und damit das Beste aus jedem Teammitglied herausholen.

6. Konstruktives, lösungsorientiertes Verhalten

Ein guter Chef oder eine gute Chefin setzt die bestmögliche Problemlösungsstrategie um. Und zwar egal, wer sie entwickelt hat.

Was dabei nicht vergessen werden sollte: die entsprechende Person für diesen Anteil an der Lösung zu loben – gerne auch vor anderen Teammitgliedern. Eine gute Führungskraft verliert das Ziel dabei nicht aus den Augen und verbindet die Interessen des Teams mit denen anderer beteiligter Business Units.

7. Verantwortungsbewusstsein

Sie tragen im Team die Verantwortung für dessen Leistung. Fehler kommen dabei vor, für die Sie gerade stehen müssen.

Vertrauen erreichen Sie dadurch, dass Sie kein Finger Pointing betreiben, um im Team eine:n Schuldige:n auszumachen, sondern durch schnellstmögliche Korrektur des Fehlers und dem Lernen aus dem Scheitern. Dabei sollten Sie immer zu Ihrem Wort stehen – Ihren eigenen Vorgesetzten und Ihrem Team gegenüber.

8. Selbstvertrauen

Nur wenn Sie Selbstvertrauen ausstrahlen, vertrauen Ihnen auch andere. Tatkraft, Hartnäckigkeit und die Fähigkeit, zu führen, sind wichtig. Es sind Mittel, um anderen zu zeigen, dass Ihre Art zur Erledigung des Projekts auch die am meisten erfolgversprechende ist.

Selbstorganisation ist dabei eine der zentralen Eigenschaften, die Sie haben sollten. Diese dient nebenbei übrigens auch noch zur Stressreduktion.

9. Gute Kommunikationsfähigkeit

Alle guten Vorsätze und Ideen nützen nichts, wenn Sie sie nicht vermitteln können. Durch auf Ihr Gegenüber abgestimmte Kommunikation, in der Sie immer authentisch und ehrlich bleiben, sorgen Sie dafür, richtig verstanden zu werden.

Damit das gelingt, müssen Sie das Beziehungsgeflecht Ihres Teams verstehen und zum Vorteil aller nutzen können. So sorgen Sie für ein effizientes, positives Arbeitsklima und gute Beziehungen – sowohl innerhalb wie außerhalb des Teams.

10. Integrität

Letztendlich läuft alles auf Ihre Integrität hinaus. Eine nachhaltige Führung ist nur durch Treue zu sich selbst und zu anderen möglich. Standhaftigkeit – gerade in schlechten Zeiten –, Moralität und Authentizität sind die Grundbausteine, auf denen eine gute Führungskraft aufbauen kann.

Daher sollte all Ihr Handeln auf einem klar kommunizierten, transparenten Wertesystem basieren. So erwerben Sie Vertrauen bei Ihren Mitarbeiter:innen, Vorgesetzten und Ihrer Kundschaft.

Was macht eine gute Führungskraft aus? Ein Fazit

Eine gute Führungskraft bringt sicherlich eine ganze Reihe an Eigenschaften mit – und entwickelt einige davon erst durch die Erfahrung im Umgang mit verschiedenen Mitarbeiter:innen. Wenn Sie aber ebenso empathisch wie entscheidungsfreudig sind und auf eine vertrauensvolle, transparente Kommunikation setzen, haben Sie beste Chancen, um sich zu einem guten Chef oder einer guten Chefin zu entwickeln.

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