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Nervosität vor dem Vorstellungsgespräch: Es geht auch ohne

Gepostet von Glassdoor-Team

Karriere-Experte

August 18, 2017

Wahrscheinlich kommt Ihnen die Achterbahn der Gefühle, die ein Bewerbungsprozess mit sich bringt, bekannt vor. Die Erleichterung nach dem ersten Telefoninterview, in dem uns ein Recruiter mitteilt, dass wir es zu einem persönlichen Bewerbungsgespräch vor Ort geschafft haben. Die Aufregung vor eben diesem persönlichen Gespräch und die Ungewissheit und das Warten nach dem Interview.

Doch so muss es nicht sein. Uns allen – auch den Introvertierten unter uns – ist es möglich, mit der richtigen Herangehensweise und ein paar mentalen Tricks unsere Aufregung in den Griff zu bekommen. Werfen Sie einen Blick auf die folgenden Tipps, um Ihre Nervosität in Selbstbewusstsein zu verwandeln.

Ersetzen Sie „nervös“ durch „gespannt“

Hören Sie auf sich einzureden, dass Sie nervös sind. Ihr Herz schlägt schnell und Sie schwitzen mehr als gewöhnlich? Dies sind nicht unbedingt Anzeichen von Nervosität. Wir haben die gleiche körperliche Reaktion, wenn wir auf etwas gespannt sind und Vorfreude empfinden. Studien zeigen, dass das Hormon, das bei Angstgefühlen freigegeben wird, Kortisol, das gleiche Hormon ist, das bei Erregung und Freude abgegeben wird. Der Unterschied ist, dass Angstgefühle einen negativen Effekt auf uns haben, wohingegen Freude ein positives Gefühl ist.

Machen Sie sich also bewusst, dass jedes Mal wenn Sie nervös sind, von den gleichen Hormonen auch positive Gefühle ausgelöst werden. Legen Sie Ihren Fokus auf diese positive Energie und machen Sie bei der Vorbereitung auf Ihr Interview von ihr Gebrauch.

Bereiten Sie sich frühzeitig und akribisch vor

Fangen Sie nicht erst am Abend vor dem Bewerbungsgespräch mit der Vorbereitung an. Üben Sie Ihre Antworten auf typische Fragen in Vorstellungsgesprächen und legen Sie sich gute Argumente und Beispiele zurecht. Beginnen Sie damit bereits ein paar Tage oder eine Woche vor dem Gesprächstermin.

Informieren Sie sich detailliert über das Unternehmen, bei dem Sie sich bewerben, und wenn möglich über Ihre Interviewer. Verwenden Sie Stift und Papier, um Ihre wichtigsten Fähigkeiten und Erfahrungen, die Sie hervorheben wollen, sowie Eckdaten zum Unternehmen aufzuschreiben. Wir können uns besser an Informationen erinnern, wenn wir diese schriftlich auf Papier festhalten. Üben Sie mit einer vertrauten Person Ihre Antworten und bitten Sie Ihr Gegenüber um Feedback und Verbesserungsvorschläge. Je besser Sie vorbereitet sind, desto ruhiger werden Sie in das Vorstellungsgespräch gehen.

[Lesen Sie auch: Vorstellungsgespräch: 40 Fragen und Antworten, auf die Sie vorbereitet sein sollten]

Sie sind auch Interviewer, nicht nur Bewerber

Ein weiterer mentaler Trick, der beim In-Schach-Halten unserer Nervosität helfen kann, ist, das Vorstellungsgespräch als eine Möglichkeit zu sehen, in der Sie den Arbeitgeber interviewen. Bewerbungsgespräche sind schließlich keine Einbahnstraße. Dies ist Ihre Chance, den Arbeitgeber zu befragen und kennenzulernen. Es geht nicht nur darum, ob das Unternehmen Sie will. Versuchen Sie herauszufinden, ob Sie eigentlich bei dem Unternehmen arbeiten wollen.

[Lesen Sie auch: No-Gos im Vorstellungsgespräch: 7 Dinge, die Sie vermeiden sollten]

Es steht viel auf dem Spiel – aber nicht alles

Wenn wir vor einem Vorstellungsgespräch nervös sind, liegt das oft daran, dass in unserer Vorstellung viel auf dem Spiel steht: ein Job, den wir wollen, ein Job, den wir brauchen, und zu einem gewissen Grad auch unser Stolz. Aber was wäre, wenn Sie sich vorstellen, dass Sie den Job vielleicht gar nicht annehmen würden, selbst man ihn Ihnen anbietet? Betrachten Sie das Gespräch als ein lockeres Treffen, mit dem Sie herausfinden wollen, ob Sie eine Einladung zu einem weiteren Treffen (nicht einen Job!) annehmen würden.

Nervosität vor einem Vorstellungsgespräch ist normal. Nehmen Sie sich beim nächsten Mal unsere Tipps zu Herzen – Sie sind auf dem besten Weg, Ihre zitternden Hände loszuwerden und selbstbewusst aufzutreten.

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