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Bewerbungsfoto: Das müssen Sie beachten

Bewerbungsfoto

Lächeln, knipsen, fertig? Bei einem Bewerbungsfoto kommt es auf mehr an als nur ein freundliches Lächeln. Damit Sie schon mit Ihrem Bild punkten können, sollten Sie einiges beachten.

Schwarz oder weiß? Lächeln oder neutraler Blick? Beim Bewerbungsfoto gibt es viele Möglichkeiten. Und ebenso viele Fettnäpfchen. Nehmen Sie sich also Zeit, wenn es um dieses Thema geht.

Eines vorweg: Überlassen Sie es einem Profi, ein Bewerbungsfoto von Ihnen zu machen. Er weiß im wahrsten Sinne des Wortes, wie er Sie ins rechte Licht rückt, hat professionelles Equipment und Erfahrungswerte. Investieren Sie also etwas Geld in Ihr Bild für eine tolle Bewerbung.

Doch auch, wenn Sie die Umsetzung des Fotos in die Hände eines Fotografen legen, sollten Sie sich im Vorfeld einige Gedanken machen.

Lassen Sie sich unbedingt Beispielbilder zeigen. Denn jeder Fotograf hat seinen eigenen Stil. Und dieser muss sowohl Ihnen gefallen als auch zum Unternehmen passen, bei dem Sie sich bewerben.

Das Foto muss zur Stelle passen – aber auch zu Ihnen

Ernst, locker, kreativ, modern, klassisch: Längst nicht jeder Stil passt zu jeder Stelle und Branche. Bewerben Sie sich in einer Werbeagentur, ist ein anderes Foto gefragt als in einer Bewerbung, die an ein alteingesessenes, klassisches Unternehmen gerichtet wird.

Ganz wichtig ist also die Kleiderfrage. Wählen Sie für Ihren Fototermin unbedingt ein Outfit, das zum Job passt. Bluse, Hemd und Jackett oder T-Shirt? Sehen Sie sich auf den Internetseiten des Arbeitgebers um. Wie sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die gezeigt werden, gekleidet? Aufschlüsse geben auch der Social-Media-Auftritt des Unternehmens und Medien, die die Firma selbst veröffentlicht, wie Kundenzeitschriften oder Broschüren. Aber bitte „verkleiden“ Sie sich nicht komplett, Sie sollten sich schon auch im Stil wiederfinden. Denn nur dann strahlen Sie auch das Selbstbewusstsein aus, das Ihnen für Ihre Bewerbung zugutekommt.

Was aber immer gilt: Ein weiter Ausschnitt ist ebenso tabu wie grelles Make-Up oder viel Schmuck. Auch sehr viele Piercings können sich je nach Stelle negativ auswirken.

Ein Styling fürs Bewerbungsfoto? Warum nicht?

Viele Fotostudios bieten zusammen mit dem Shooting ein Styling an. Erkundigen Sie sich, ob dieser Service in Ihrem Studio verfügbar ist und fragen Sie nach, ob Sie unterschiedliche Outfits mit zu Ihrem Termin bringen dürfen. Möglicherweise können Sie direkt Bilder in unterschiedlichen Outfits machen lassen und am Ende entscheiden, welches zu welcher Stelle passt.

Doch nicht nur auf die richtige Kleidung kommt es an. Häufig stellen sich Bewerberinnen und Bewerber die Frage, ob ein Schwarzweiß-Foto oder ein Farbfoto die bessere Wahl ist. Letztlich ist das nur eine Geschmackssache. Allerdings wirken Farbfotos meist natürlicher. Überlegen Sie sich vor Ihrem Fototermin, ob Sie die klassische Variante in Farbe wählen oder die elegante Schwarzweiß-Version. Denn Ihre Kleiderwahl sollte passen. Während Kleidung bei Farbfotos farblich ruhig etwas dezenter sein darf, sollte sie bei Bildern in Schwarzweiß kontrastreich sein. Etwa in Form einer weißen Bluse und eines schwarzen Blazers.

Keine Diskussionen gibt es in der Regel bei der Art des Bildes: Bewerbungsfotos sind normalerweise Porträtfotos. Ganzkörperfotos kommen nicht infrage.

Lächeln oder ernst gucken?

Alles in Maßen, heißt es auch, wenn es um das Thema Lächeln geht. Ein Mensch mit einem leichten Lächeln auf den Lippen wirkt sympathisch. Ein breites Grinsen hingegen kann leicht den Eindruck erwecken, dass er die Situation zu locker nimmt. Ein tougher, ernster Blick hingegen kann schnell auch arrogant wirken. Das gilt auch für die Kopfhaltung. Der Blick von oben wirkt herabschauend, der Blick von unten unterwürfig, der schief gelegte Kopf unsicher.

Bitten Sie im Zweifel den Fotografen um Tipps, wenn er diese nicht von sich aus gibt. Nehmen Sie sich außerdem die Zeit, sich vor dem Termin im Spiegel anzusehen. Wie sehen Sie sich selbst, wenn Sie lächeln? Was denken Sie, wie Sie mit einem ernsten Blick wirken? Welcher Ausdruck wirkt auf Sie selbst besonders natürlich?

Der richtige Platz für das Bewerbungsfoto

Das Bewerbungsfoto kleben Sie entweder oben in Ihren Lebenslauf oder auf das Deckblatt. Nutzen Sie zum Einkleben einen Klebestift, der sich nicht an den Seiten des Bildes herausdrückt oder womöglich durch das Foto durchscheint. Legen Sie Wert auf hochwertiges Fotopapier, wenn Sie das Bild selbst ausdrucken und achten Sie darauf, es gerade auszuschneiden.

Selbstverständlich können Sie das Foto auch digital einfügen. Achten Sie hierbei darauf, dass Sie auf dem Foto in den Text hineinschauen. Das heißt: Wenn Sie das Foto auf der linken Seite des Lebenslaufes einkleben und sich der Text rechts davon befindet, sollte Ihr Blick auf dem Foto ebenfalls nach rechts gehen.

Wichtig ist es auch, dass das Foto eine gute Druckqualität hat. Es darf am Ende nicht pixelig sein. Versenden Sie es mit einer E-Mail-Bewerbung, gilt es hier ebenfalls auf die Größe zu achten. Eventuell muss das Foto entsprechend komprimiert werden, damit es das Postfach des Empfängers nicht sprengt.