Tipps zur Vorbereitung auf Ihr Vorstellungsgespräch

Bewerbungsgespräch Vorbereitung

Mit der Einladung zum Vorstellungstermin haben Bewerber eine der größten Hürden bereits genommen. Mit diesen Tipps bereiten Sie sich optimal auf Ihr Bewerbungsgespräch vor.

Vorabrecherche in den Medien

Das Unternehmen kennenlernen

Wenn Sie im persönlichen Gespräch punkten möchten, gilt es, sich im Vorfeld intensiv mit dem potenziellen neuen Arbeitgeber auseinanderzusetzen. Informieren Sie sich daher gründlich über das Unternehmen. Werfen Sie auf jeden Fall einen Blick auf die Firmenwebsite. Im Menüpunkt „Über uns“ oder ähnlichen Stichwörtern finden Sie relevante Zahlen und Fakten, etwa hinsichtlich der Größe des Unternehmens. Aber auch über die verschiedenen Standorte sowie über Produkte und Dienstleistungen können Sie via Unternehmensseite mehr erfahren. Ein Blick in Jahresberichte, Kunden- oder Mitarbeitermagazine liefert ebenfalls wichtige Informationen. 

Um auf dem neuesten Stand zu bleiben und auch über aktuelle Entwicklungen informiert zu sein, eignet sich die Recherche in den sozialen Medien. Statusmeldungen des Unternehmens liefern wichtige Hinweise auf neue Entwicklungen, die in einem Bewerbungsgespräch zur Sprache kommen können.  

Mehr über die Gesprächspartner herausfinden

Es ist gut, wenn Sie schon vor dem Termin wissen, auf welche Gesprächspartner Sie dort treffen werden. In der Einladung zu dem Termin finden sich häufig die Namen der entsprechenden Personen. Recherchieren Sie, welche Position diese im Unternehmen bekleiden und machen Sie sich im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild von Ihren Gesprächspartnern. 

Informieren Sie sich über die Firmenwebsite oder geben Sie die Namen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Google oder anderen Suchmaschinen ein, um schon einmal einen ersten Eindruck zu bekommen.

Szenarien im Kopf durchspielen

Auf Fragen vorbereitet sein

Aber Sie müssen auf mehr vorbereitet sein als auf Fakten rund um den möglichen neuen Arbeitgeber. In erster Linie sollten Sie gute Antworten auf ganz unterschiedliche Fragen haben. Nicht immer geht es dabei nur um Ihre Erwartungen an die Stelle, Ihr Wissen rund um das Unternehmen oder die Fähigkeiten, die Sie mitbringen.

Auch kritische Themen können auf der Agenda stehen. Die Lücke im Lebenslauf, eine Kündigung durch den vorherigen Arbeitgeber oder viele Jobwechsel in den vergangenen Jahren werfen Fragen auf, auf die Bewerberinnen und Bewerber eine gute Antwort parat haben sollten. Dabei ist eines ganz wichtig: Lügen sind tabu. Dennoch sollten die Erklärungen so formuliert werden, dass sie nicht abschrecken, schließlich möchten Sie punkten. Machen Sie sich also im Vorfeld Gedanken darüber, welche Fragen Ihnen gestellt werden könnten und überlegen Sie sich gute Antworten.

Mit den eigenen Stärken und Schwächen auseinandersetzen

Gute Antworten sind auch gefordert, wenn es um die Stärken und Schwächen eines Bewerbers geht – ein beliebtes Thema in Vorstellungsgesprächen. Viele Personaler stellen diese Frage, um herauszufinden, wie ihr Gegenüber tickt. Damit Sie nicht erst im Gespräch ins Grübeln geraten und sich aus dem Stegreif sinnvolle Antworten überlegen müssen, sollten Sie auch dafür vor dem Termin vorbereiten. 

Weil aber Selbstreflexion häufig nicht so einfach ist, ist es sinnvoll, gute Freunde und Familienmitglieder um Rat zu bitten. Welche Stärken schätzen diese an Ihnen? Und was sind die Schwächen, die auffallen? Wichtig ist es jedoch, dass diese nicht abschreckend wirken. Die Beichte, dass man Probleme mit der Pünktlichkeit hat oder in stressigen Situationen schnell die Nerven verliert, lassen die Chancen auf eine Einstellung oft rapide sinken. 

Das Bewerbungsgespräch trainieren

Schlecht punkten lässt sich auch mit großer Unsicherheit. Und diese ist in unbekannten und neuen Situationen häufig programmiert. Das gilt auch und insbesondere für einen Vorstellungstermin. Man kennt die Gesprächspartner noch nicht persönlich, weiß nicht, welche Fragen tatsächlich im Fokus stehen werden und was konkret auf einen zukommt. 

Um dieser Unsicherheit entgegenzuwirken, bietet es sich an, das anstehende Gespräch zu üben. Bitten Sie Freunde oder Familienmitglieder, die Rolle Ihrer Interviewpartner zu übernehmen und lassen Sie sich gründlich auf den Zahn fühlen. Auf diese Weise bekommen Sie einen Eindruck davon, was Sie im Bewerbungsgespräch erwartet. Und Sie gewinnen an Sicherheit, mit der Sie in der tatsächlichen Situation überzeugen können. Das gilt sogar, wenn das wirkliche Gespräch mit Ihrer Trainingssituation nicht viel gemeinsam hat. 

Kurz vor dem Vorstellungsgespräch

Die eigenen Unterlagen studieren

Aber auch ein anderer wichtiger Punkt darf bei Ihrer Vorbereitung nicht fehlen. Zu einem Bewerbungsgespräch werden Sie in der Regel eingeladen, weil Ihre Bewerbungsunterlagen überzeugen konnten. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich diese kurz vor dem Termin noch einmal genau ansehen. Weil vom Absenden der Unterlagen bis zum persönlichen Gespräch in der Regel einige Zeit vergeht, kann es sein, dass nicht mehr alle Inhalte präsent sind. 

Um nicht in peinliche Fettnäpfchen zu tretet, weil Sie beispielsweise nicht mehr genau wissen, was Sie in Ihrem Anschreiben mitgeteilt haben oder welche Arbeitsproben Sie eingereicht haben, ist ein Blick in die Unterlagen vor dem Bewerbungsgespräch ratsam. 

Den Tag des Bewerbungsgespräches planen

Rückt der Tag Ihres Vorstellungstermins näher, sollten Sie sich auch um Organisatorisches Gedanken machen. Ist der Ort des Gespräches gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar? Gibt es genug Parkplätze in der Nähe? Wie lange dauert es von Tür zu Tür? Schon einige Tage vor dem Termin sollten Sie sich mit diesen Fragen auseinandersetzen, um Stress kurz vor dem Gespräch zu vermeiden. 

Dazu gehört auch die Frage nach dem passenden Outfit. Überlegen Sie sich dazu, welches Hemd oder welche Bluse Sie tragen wollen und achten Sie darauf, dass diese Kleidungsstücke schon am Vorabend gewaschen und gebügelt im Schrank hängen. Informieren Sie sich unbedingt, welche Art von Kleidung angemessen ist. Handelt es sich bei dem Unternehmen um einen sehr konservativen Betrieb, bei dem Kostüm oder Anzug getragen werden sollten? Oder darf es auch die Jeanshose sein? In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die richtige Kleiderwahl.

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