„Warum Führungskraft werden“ beantworten – so überzeugst du

„Warum Führungskraft werden“ beantworten – so überzeugst du

Glassdoor Team

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Glassdoor Team | Autor & Karriere-Experte bei Glassdoor | 27. Dez. 2024

Wenn du dich als Führungskraft bewirbst oder in deinem Unternehmen aufsteigen willst, solltest du dich immer auf Rückfragen vorbereiten. „Warum willst du Führungskraft werden?“ etwa beantwortest du am besten nicht spontan, sondern hast dir Gründe mit dazu passenden Beispielen zurechtgelegt. Welche sich dafür eignen und wie du deine Erklärung formulieren kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

Wann wird die Frage nach dem „Warum“ gestellt?

Es gibt zwei Situationen, in der die Frage gestellt wird, warum du Führungskraft werden willst. Das hat auch Einfluss darauf, wie deine Antwort ausfällt und worauf du achten musst.

Bist du schon länger in einem Unternehmen tätig und die Frage wird im Beförderungsgespräch gestellt, kennen dich deine Vorgesetzten meist bereits und du musst möglicherweise die Beispiele und deine Aufgaben dabei nicht ganz so ausführlich erklären.

In einem Vorstellungsgespräch in einem dir unbekannten Unternehmen, bei dem dich dein Gegenüber bisher nicht kennt, musst du im Gegensatz dazu mehr in die Tiefe gehen und die Beispiele genauer erläutern.

Vorbereitung auf das Gespräch

Vorbereitung ist in beiden Fällen das A und O. Wenn du dich auf das Beförderungsgespräch oder auf das Vorstellungsgespräch vorbereitest, solltest du alle möglichen Fragen mitbedenken. Dazu gehören auch die Fragen „Warum du Führungskraft werden willst“ und „Warum das Unternehmen gerade dich als Führungskraft einstellen soll“. Überlege dir für beide im Vorhinein Antworten, damit du nicht ins Stottern gerätst, wenn es zählt.   

Selbstreflexion: Warum will ich Führungskraft werden?

Am Anfang der Überlegung steht die Frage „warum will ich Führungskraft werden“. Denk ehrlich darüber nach. Unternehmen wollen nicht hören, dass du einfach nur eine Gehaltserhöhung möchtest.

Stattdessen solltest du dich auf deinen Arbeitsalltag konzentrieren und darüber nachdenken, welche Situationen dich haben erkennen lassen, dass du eine gute Führungskraft sein kannst. Vielleicht hast du als Urlaubsvertretung mehr Verantwortung übernommen und festgestellt, dass du das auch gern weiterhin machen möchtest. Oder du hast als Projektleitung erfolgreich ein Projekt koordiniert. Auch Aspekte wie die Entwicklung von Mitarbeitenden können dabei eine Rolle spielen. Möglicherweise kümmerst du dich schon jetzt um Praktikant:innen, Werkstudent:innen oder Juniorkräfte, damit diese ihr volles Potenzial ausschöpfen.

Mögliche Gründe: Warum kann ich Führungskraft werden?

Hilfreich kann in dieser Hinsicht ein Blick auf deine Stärken sein. Hole dir dazu auch Input von außen und nutze beispielsweise das Gespräch mit Familie, Freund:innen und Bekannten, um herauszufinden, welche Fähigkeiten dich zu einer Führungskraft machen.

Besonders entscheidende Aspekte sind:

  • Belastbarkeit
  • Soziale Kompetenz
  • Entscheidungsfähigkeit
  • Eigenständiges Arbeiten
  • Verantwortungsbewusstsein

Auch Weiterbildungen, die du absolviert hast, können eine gute Quelle für Gründe sein. Seien es fachliche Kenntnisse, die du ausgeweitet hast, oder Soft Skills wie zum Beispiel Konfliktmanagement oder souveränes Auftreten.

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Weitere mögliche Gründe für deine Eignung als Führungskraft findest du in unserem Beitrag zu den zehn wichtigsten Eigenschaften einer Führungskraft.

Warum Führungskraft werden? – Antworten zur Orientierung

Wenn du auf die Frage antwortest, ist es essenziell, dass du ins Detail gehst und nicht nur sagst „Ich will Führungskraft werden, weil X, Y und Z.“ Überlege dir also neben deinen Gründen auch passende und überzeugende Beispiele dafür. Lass dich dazu von unseren Musterantworten inspirieren.

Im Beförderungsgespräch mit bekannten Ansprechpersonen

  • Ich möchte Führungskraft werden, weil ich bei der letzten Urlaubsvertretung von Kolleg:in XY erkannt habe, dass ich gerne Verantwortung übernehme. Dabei musste ich einige Entscheidungen treffen, die großen Einfluss auf Projekt XY hatten. Durch mein effizientes Handeln konnten wir das Projekt zu einem zufriedenstellenden Abschluss bringen.
  • Ich möchte Führungskraft werden, um meine neuen Erkenntnisse aus der Weiterbildung XY gezielt für das Unternehmen einzusetzen. In der Fortbildung habe ich gelernt, wie man Konflikte löst und sehe das als gute Basis für eine Führungskraft. Schon jetzt setze ich dieses Wissen in meinen Projekten ein, wenn es zu internen Unstimmigkeiten kommt.
  • Ich möchte Führungskraft werden, weil ich als Projektleitung von Projekt XY festgestellt habe, wie sehr es mir liegt, Verantwortung zu übernehmen und den Überblick zu behalten. Gleichzeitig nehme ich mir gerne Zeit, um andere Mitarbeitende zu entwickeln und sie dabei zu unterstützen, das Beste aus sich herauszuholen, etwa bei unseren Werkstudent:innen mit dem wöchentlichen Check-in.

Im Vorstellungsgespräch mit fremden Ansprechpartner:innen

  • Ich möchte Führungskraft werden, weil ich in meinem vergangenen Job festgestellt habe, dass ich gerne Mitarbeitende weiterentwickle. So habe ich mich freiwillig um die Juniorenkräfte gekümmert und ihnen bei Fragen zur Seite gestanden. Das möchte ich in diesem Unternehmen als Führungskraft ausbauen, um das Beste aus den Mitarbeitenden herauszuholen.
  • Ich möchte Führungskraft werden, weil ich festgestellt habe, dass ich gerne Verantwortung übernehme und Entscheidungen treffe. Das hat mir meine Arbeit an früheren Projekten gezeigt, in denen ich schnell unser weiteres Vorgehen festlegen musste, um die straffen Deadlines einzuhalten.
  • Ich möchte Führungskraft werden, weil ich immer wieder als Mediator:in bei Konflikten eingesetzt werde. Meine Fähigkeit, auf beide Seiten einzugehen und Kompromisse zu finden, prädestiniert mich für eine leitende Stellung. So habe ich bei einer vergangenen Marketing-Kampagne dafür gesorgt, dass interne Differenzen keinen negativen Einfluss auf das Ergebnis hatten.

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Hilfreich für die Beantwortung der Frage ist auch die STAR-Methode.

Was erwarten Unternehmen im Bewerbungsgespräch?

Im Bewerbungsgespräch erwarten Unternehmen Ehrlichkeit. Das bedeutet nicht, dass du alle Schwächen aufzählen musst, aber bei dem, was du sagst, solltest du bei der Wahrheit bleiben. Keine Sorge, du musst auch nur in den seltensten Fällen eine Präsentation als Antwort auf die Frage „Warum will ich Führungskraft werden“ vorbereiten.

Allgemein solltest du bei deiner Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch darauf achten, dass du authentisch wirkst. Das gilt auch für deine Antworten auf die Frage „Warum du Führungskraft werden willst“. Natürlich kannst du dir überlegen, was du sagen willst, aber lern es nicht Wort für Wort auswendig. Es wirkt natürlicher, wenn du dir nur Stichpunkte gemacht hast und diese dann während des Sprechens zu Sätzen verbindest.  

3 wichtige Punkte auf einen Blick

1. Sei ehrlich.
2. Sei authentisch.
3. Überlege dir mindestens ein Beispiel, das deine Eignung untermalt.

Fazit: So beantwortest du die Frage „Warum wollen Sie Führungskraft werden?“

Überlege dir vor dem Gespräch genau, welche Gründe du erwähnen willst. Beispiele sind dabei der Schlüssel zum Erfolg. Vor allem, wenn du dich bei einem anderen Unternehmen bewirbst, musst du beweisen, dass du wirklich die passenden Fähigkeiten besitzt. Das geht am besten mit Situationsbeschreibungen. Sei dabei immer authentisch und lass nicht den Eindruck einstehen, dass es dir nur um mehr Gehalt geht.

Bereite dich auf dein Vorstellungsgespräch mit unserer Datenbank zu Fragen aus Bewerbungsgesprächen vor.

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