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Arbeitsalltag

Was ist soziale Kompetenz? (10 Beispiele)

Gepostet von Glassdoor-Team

Karriere-Experte

Letzte Aktualisierung 18. Januar 2022
|6 Min. Lesezeit

Viele Unternehmen achten neben den Fachkompetenzen für den jeweiligen Beruf auch auf die soziale Kompetenz von Bewerber:innen. Denn diese verbessern die Arbeitsatmosphäre, überzeugen Kund:innen und repräsentieren das Unternehmen positiv nach außen. In diesem Artikel erklären wir, was soziale Kompetenz ist, weshalb diese in der Berufswelt so wichtig sind, welche Arten von persönlichen Fähigkeiten es gibt und warum diese besonders bei Arbeitgebern gefragt sind.

Was sind soziale Kompetenzen? Definition

Soziale Kompetenz gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten und Erfolgsfaktoren in der Berufswelt.

Es handelt sich um die Eigenschaft, die eigenen Ziele und Vorstellungen mit denen einer Gruppe von Menschen zu verbinden, um dadurch einen positiven Einfluss auf Mitarbeiter:innen zu haben.

Die soziale Kompetenz besteht jedoch nicht nur aus einer einzigen Fähigkeit, sondern aus vielen verschiedenen Kompetenzen, die im Umgang mit Menschen wichtig sind wie etwa Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen, Konfliktfähigkeit, Selbstvertrauen und -disziplin.

Weshalb sind soziale Kompetenzen im Beruf wichtig?

Soziale Kompetenz ermöglicht Fachkräften, ihr theoretisches Wissen im Berufsalltag praktisch anzuwenden und erfolgreich in der Gruppe mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten. Bei den meisten Berufen müssen Menschen im Team tätig sein und mit anderen Personen kommunizieren. Damit das erfolgreich gelingt, benötigen sie eine Reihe von sozialen Kompetenzen. 

Arbeitgeber aus unterschiedlichen Branchen setzen insbesondere bei Leader:innen soziale Kompetenzen als Schlüsselqualifikation voraus. Denn diese müssen nicht nur dabei helfen, die Unternehmensziele zu erreichen, sondern auch in der Lage sein, Teams und Abteilungen zu motivieren und deren Ansichten zu vertreten. Dafür benötigen sie viel Empathie, eine klare und unmissverständliche Kommunikation und Durchsetzungsfähigkeit.

Medizinisches Fachpersonal - Ein Beispiel für die Wichtigkeit von sozialen Kompetenzen:

Angenommen, ein/e angehende/er Ärzt:in lernt die theoretischen Grundlagen der Medizin und kann alle wichtigen Informationen innerhalb von Sekunden abrufen. Obwohl die Person dadurch herausragende fachliche Kompetenzen hätte, würden diese ohne soziale Kompetenzen Ihrem Job nicht gerecht werden.

Fehlen folgende Kompetenzen wirkt sich dies auf die Leistung des Arztes oder der Ärztin aus:

  • Ein/e Ärzt:in muss Eigeninitiative mitbringen, um etwa das eigene medizinische Wissen laufend zu aktualisieren, da sich Fachwissen durch neue Erkenntnisse mit der Zeit ändern kann. 
  • Auch müssen Ärzt:innen Kritikfähigkeit besitzen, um unter Umständen die eigene Diagnosemethode oder Behandlungsweise zu hinterfragen und sie zu verbessern.
  • Ärzt:innen müssen effektiv und empathisch mit ihren Patient:innen kommunizieren können, indem sie ihre körperlichen sowie emotionalen Beschwerden verstehen. Sie sollten unter Umständen beruhigende Worte finden, um Patient:innen zu beruhigen. 
  • Um sich unter Umständen mit den Arzthelfer:innen in der eigenen Praxis oder mit Fachpersonal in einer Klinik abzusprechen, benötigen Ärzt:innen zudem auch Kommunikations- und Teamfähigkeit. Nur so kann eine Einrichtung effektiv und zielgerichtet funktionieren. 

Eine Liste der 10 wichtigsten sozialen Kompetenzen

Es gibt zahlreiche soziale Kompetenzen, die je nach Branche, Unternehmen und Beruf unterschiedlich wichtig sein können.

Während Empathie etwa in Pflegeberufen besonders im Vordergrund steht, können Fähigkeiten wie Selbstvertrauen und Durchsetzungsfähigkeit in der Finanzwelt von großer Bedeutung sein.

Normalerweise besitzen erfolgreiche Fachkräfte in den meisten Berufen jedoch alle sozialen Kompetenzen bis zu einem gewissen Grad.

Im Folgenden finden Sie Beispiele von 10 gefragten Soft Skills in der Berufswelt:

1. Kommunikationsfähigkeit

In den meisten Stellenanzeigen erwarten Arbeitgeber, dass Fachkräfte eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit mitbringen – und das zurecht.

Denn Unternehmen wünschen sich Kandidat:innen, die ihre Aussagen eindeutig und verständlich formulieren können, die Hinweise von Mitarbeiter:innen verstehen und in Meetings und Präsentationen überzeugen.

Nur mithilfe einer exzellenten Kommunikation entsteht eine angenehme Arbeitsatmosphäre für alle Mitarbeiter:innen und Arbeitsprozesse können so reibungslos wie möglich ablaufen.

2. Eigeninitiative

Auch die Eigeninitiative gehört zu den gefragten sozialen Kompetenzen, wenn man sich Stellenangebote aus unterschiedlichen Branchen anschaut.

Denn Fachkräfte mit dieser Fähigkeit benötigen ein Minimum an Betreuung und verlangsamen dadurch nicht die Arbeit von anderen Mitarbeiter:innen. Menschen mit diesem Soft Skill können zudem schnell und effektiv Entscheidungen treffen und scheuen sich nicht vor Verantwortung.

Damit geht auch ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein einher, das Mitarbeiter:innen sowie Kund:innen und Geschäftspartner:innen überzeugt. Zudem wird ein positives Unternehmensimage nach außen getragen.

Daher achten Personaler:innen besonders auf die Eigeninitiative der Kandidat:innen. Können Sie anhand von Beispielen beweisen, dass Sie diese Kompetenz mitbringen, erhöhen sich Ihre Bewerbungschancen.

3. Teamfähigkeit

Teamfähigkeit meint die Kompetenz, zusammen mit anderen Personen effektiv arbeiten, diskutieren, kooperieren und in einem gesunden Maß konkurrieren zu können. Wer Teamfähigkeit besitzt, behandelt andere Mitarbeiter:innen mit Rücksicht und reagiert konstruktiv auf Feedback.

So können Meinungsverschiedenheiten auf respektvolle Art ausgedrückt werden, wodurch Teams zu produktiven Ergebnissen kommen und das Unternehmen bereichern. Nur in wenigen Berufen arbeiten Fachkräfte allein, weshalb Teamfähigkeit zu den besonders gefragten, sozialen Kompetenzen zählt.

Teamfähigkeit als soziale kompetenz im beruf

4. Flexibilität

Organisationen und Märkte stehen im ständigen Wandel, weshalb sich Unternehmen mit ihren Produkten und Dienstleistungen anpassen müssen. Diese Flexibilität wirkt sich dabei besonders auf die Mitarbeiter:innen aus.

Deshalb suchen Arbeitgeber Fachkräfte, die sich schnell an neue Herausforderungen und Umstände anpassen können, um dem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

Im Berufsalltag bedeutet das, schnell alte Muster los zulassen und stets offen für Veränderungen zu sein.

5. Kritikfähigkeit

Im Berufsleben bleiben Fehler nicht aus, da sich niemand durchgehend perfekt verhalten kann. Mitarbeiter:innen müssen deshalb in der Lage sein, mit Kritik konstruktiv umzugehen und Feedback für das persönliche Wachstum zu nutzen.

Kritikfähige Menschen sehen außerdem das Positive in schlechten Situationen und gehen gestärkt aus herausfordernden Umständen heraus.

Arbeitgeber wünschen sich schließlich Fachkräfte, die mit steigender Berufserfahrung kompetenter werden und Kritik nicht persönlich nehmen, sondern für ihren Wachstum nutzen.

6. Begeisterungsfähigkeit

Fachkräfte, die ihrer Arbeit mit Begeisterung nachgehen, sind erfolgreicher als unmotivierte Menschen. Deshalb wünschen sich Arbeitgeber begeisterungsfähige Mitarbeiter:innen, die ihre Arbeit mit Elan verfolgen.

Wer über diese Eigenschaft verfügt, trägt normalerweise auch eine positive Stimmung in ein Unternehmen und verbessert somit die Arbeitsatmosphäre und Produktivität.

7. Empathie

Empathische Menschen können die Gedanken, Gefühle und Absichten von anderen Menschen erkennen, verstehen und richtig einordnen. So können sie auf eine Art reagieren, die das bestmögliche Ergebnis aus einer Situation herausholt.

Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Empathie in fast allen Berufen eine entscheidende Rolle spielt und Arbeitgeber sowohl in Stellenanzeigen als auch im Vorstellungsgespräch auf diese soziale Kompetenz achten.

8. Kompromissbereitschaft

Die Arbeitswelt besteht aus unterschiedlichen Menschen, Ideen und Ansichten. Nicht selten müssen Mitarbeiter:innen bei Projekten und Unternehmenszielen Kompromisse schließen, weil es starke Meinungsverschiedenheiten gibt.

Fachkräfte müssen akzeptieren können, dass sich nicht immer die eigene Meinung durchsetzen kann. Kompromissbereitschaft kann daher in unterschiedlichen Situationen notwendig sein – beispielsweise bei Verhandlungen, in Verkaufsgesprächen oder bei einer gemeinsamen Präsentation mit Mitarbeiter:innen.

9. Durchsetzungsfähigkeit

Neben Kompromissbereitschaft ist auch wichtig, sich in manchen Situationen selbstbewusst durchsetzen zu können. Dazu zählt, die eigenen Argumente überzeugend darlegen zu können, um Kolleg:innen, Geschäftspartner:innen und Kund:innen von den eigenen Ansichten und Ideen zu überzeugen.

Wer immer nur auf Kompromissbereitschaft setzt, kann unter Umständen nicht sein volle Potenzial erreichen und im Beruf aufsteigen.

Besonders in Führungspositionen ist Durchsetzungsfähigkeit gefragt, weshalb diese soziale Kompetenz besonders für Fachkräfte mit höheren Karrierezielen wichtig ist.

10. Interkulturelle Kompetenz

Viele Unternehmen sind heutzutage international und haben Kontakt zu ausländischen Organisationen und Kund:innen. Einige stellen Mitarbeiter:innen aus unterschiedlichen Nationen und Kulturen ein.

Deshalb ist neben Fachkompetenzen wie Sprachkenntnissen auch interkulturelle Kompetenz gefragt.

Das ist die Fähigkeit, Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und kulturellen Ansichten zu verstehen, zu respektieren und auf eine bereichernde und effektive Weise mit ihnen zu kommunizieren.

Soziale Kompetenz in der Berufswelt - Fazit

Wer sich heutzutage für eine Stelle bewirbt, muss die eigenen sozialen Kompetenzen hervorheben, um Arbeitgeber zu überzeugen. Denn diese tragen im erheblichen Maße zum persönlichen Arbeitserfolg und so letztlich auch zum Erfolg des Unternehmens bei. Je nach Branche, Beruf und Arbeitgeber können unterschiedliche soziale Kompetenzen gefragt sein.

Achten Sie also auf Stellenausschreibungen und heben Sie die gefragten, sozialen Stärken in Ihrer Bewerbung hervor.