Jobangebot Anzeichen für eine Absage

Vorstellungsgespräch: So erkennen Sie die Anzeichen für eine Absage

Glassdoor Team

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Glassdoor Team | Autor & Karriere-Experte bei Glassdoor | 23. März 2023

Im Vorstellungsgespräch wollen Sie sich von Ihrer besten Seite zeigen. Doch nicht immer kommt das auch so bei Ihrem Gegenüber an. Wir erklären Ihnen, wie Sie in und nach einem Vorstellungsgespräch die Anzeichen für eine Absage erkennen – und was die Gründe für eine Absage sein können.

Das Vorstellungsgespräch einschätzen

Es ist nicht immer leicht, das eigene Vorstellungsgespräch oder ein Telefoninterview richtig einzuschätzen. Manchmal täuscht das Bauchgefühl. Bei der Einschätzung ist es daher am besten, wenn Sie das Kennenlernen rational betrachten. Stellen Sie sich folgende Fragen:

Auch das Verhalten Ihrer Gesprächspartner:innen gibt Ihnen Aufschluss über Ihre Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch. Aus der Mimik und Gestik können Sie unterschiedliche Anzeichen für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch, aber eben auch für eine Absage herauslesen. Diese gilt es zu erkennen und richtig einzuordnen.

Bonus-Tipp

Lassen Sie sich nicht davon verrückt machen, wenn Sie während des Gesprächs ein solches Anzeichen bemerken. Sonst sind Sie nicht mehr ganz bei der Sache, was zu den häufigsten Fehlern im Vorstellungsgespräch zählt.

Woran merkt man, dass ein Vorstellungsgespräch schlecht gelaufen ist?

Es gibt unterschiedliche Anzeichen dafür, dass ein Vorstellungsgespräch schlecht gelaufen ist. Dazu gehört der Gesprächsverlauf sowie die Mimik und Gestik Ihres Gegenübers. Allgemein sollten Sie allerdings für Ihr Vorstellungsgespräch wissen, dass diese schlechten Zeichen nicht automatisch eine Absage bedeuten müssen. Je mehr davon jedoch auftreten, desto wahrscheinlicher ist es. Wir haben die häufigsten Anzeichen für Sie aufgelistet.

Anzeichen Nummer 1: Unaufmerksame:r Gesprächspartner:in

Nicht nur, wenn Sie nicht ganz bei der Sache sind, ist das ein schlechtes Zeichen. Wenn Ihr Gegenüber häufig durch seine oder ihre Unterlagen blättert und keinen Blickkontakt sucht, kann das ein erstes Anzeichen für eine Absage sein. Dann ist diese Person nicht daran interessiert, was Sie erzählen – und hat sich schon eine Meinung gebildet. Trotzdem gilt auch hier: Selten entscheidet eine Person allein, wer die Stelle bekommt. Lassen Sie sich also nicht davon beirren, sollte eine:r Ihrer Ansprechpartner:innen abwesend wirken!

Anzeichen Nummer 2: Kurzes Vorstellungsgespräch

Es gibt keine allgemeingültige Regelung, wie lang ein Vorstellungsgespräch dauert und nach welcher Zeitspanne Sie es als ein positives Kennenlernen ansehen können. Allerdings sollte Ihnen bewusst sein, dass hier kurz und knapp kein gutes Zeichen ist. Je schneller das Gespräch beendet wird, desto weniger will der Personaler oder die Personalerin von Ihnen wissen. Auch wenn das Gespräch deutlich verkürzt oder vorher besprochene Abläufe übersprungen werden, ist das in der Regel kein gutes Anzeichen.

Anzeichen Nummer 3: Keine Möglichkeit, eigene Fragen zu stellen

Bewerben Sie sich um einen Job, so ist es wichtig, dass nicht nur Sie befragt werden, sondern dass Sie auch selbst eigene Fragen im Vorstellungsgespräch platzieren können. Wird Ihnen diese Möglichkeit nicht geboten, kann das ein weiteres Zeichen für eine Absage sein. Dann sieht der oder die Personalverantwortliche unter Umständen keinen Sinn darin, Ihnen mögliche Fragen zum Job und zum Unternehmen zu beantworten.

Bonus-Tipp

In diesem Fall können Sie gern darum bitten, noch Fragen stellen zu dürfen. Das zeigt, dass Sie sich richtig auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten konnten und die Bereitschaft mitbringen, den Gesprächsverlauf aktiv mitzubestimmen. Möglicherweise bringt Ihnen genau dieses aufmerksame Nachfragen Pluspunkte ein.

Anzeichen Nummer 4: Kein Gespräch über nächste Schritte

Im Bewerbungsgespräch sollten Sie auch die Verabschiedung richtig deuten. Normalerweise findet an dieser Stelle ein Gespräch über die nächsten Schritte statt. Also wann erhalten Sie eine Rückmeldung oder gibt es Anmerkungen darüber, wann Sie anfangen können oder werden. Geschieht das nicht, ist dies eher ein schlechtes Zeichen. Mit Ihnen müssen keine nächsten Schritte abgesprochen werden, da es nur noch einen geben wird – die Absage.

Bonus-Tipp

Fragen Sie vor dem Verlassen des Büros trotzdem nach einem ungefähren Zeitraum für die Rückmeldung. Schließlich müssen auch Sie planen können.

Übrigens: Lässt Ihr Gegenüber bei der Verabschiedung den Satz „wir haben noch andere Bewerber und Bewerberinnen“ fallen, so handelt es sich dabei üblicherweise um eine allgemein gehaltene Floskel. Sie gibt in der Regel weder einen Hinweis auf eine Zusage noch auf eine Absage.

Lange Wartezeit nach dem Vorstellungsgespräch – gut oder schlecht?

In den meisten Fällen dauert es zwischen ein bis zwei Wochen, bis Sie eine Rückmeldung erhalten. Am besten rufen Sie sich durch ein kurzes Dankschreiben nach dem Vorstellungsgespräch direkt noch mal bei den Beteiligten in Erinnerung. So zeigen Sie Interesse und heben sich von vielen anderen Bewerber:innen positiv ab.

Wenn Sie nach zwei Wochen immer noch keine Rückmeldung nach dem Vorstellungsgespräch erhalten haben, muss das kein schlechtes Zeichen sein. Es kann auch bedeuten, dass die Abteilung gerade überarbeitet ist oder der Bewerbungsprozess wegen interner Vorgaben, wie zum Beispiel die Befragung des Betriebsrats, in diesem Fall etwas länger dauert.

Daher lässt sich keine pauschale Angabe treffen, dass Sie nach so und so vielen Tagen von einer Absage ausgehen können. Tendenziell ist es sogar so, dass Absagen schneller kommen als Zusagen. Nach dem Bewerbungsgespräch etwas länger auf eine Rückmeldung zu warten, ist also nicht per se schlecht.

Bonus-Tipp

Nach zwei Wochen ist es vollkommen in Ordnung, wenn Sie bei Ihrem Ansprechpartner oder Ihrer Ansprechpartnerin wegen Ihrer Bewerbung nachfragen.

Umgang mit einer Absage nach dem Bewerbungsgespräch

Die Anzeichen waren im Vorstellungsgespräch schon da, aber jetzt haben Sie es schwarz auf weiß: die Absage. In der Regel erhalten Sie diese als standardisierte E-Mail, bei der nicht explizit darauf eingegangen wird, wieso es für Sie nicht geklappt hat. Machen Sie sich in einem solchen Fall immer bewusst, dass eine Absage nach dem Vorstellungsgespräch verschiedene Gründe haben kann. Selten sind Sie der einzige Bewerber oder die einzige Bewerberin – manchmal ist ein:e andere:r einfach besser für den Job geeignet. Weitere mögliche Gründe sind keine ausreichende Vorbereitung, Unpünktlichkeit oder Überqualifikation.

Bringen Sie ruhig den Mut auf und erfragen Sie den Grund für die Absage. Nur so können Sie es bei der nächsten Bewerbung besser machen. Bleiben Sie dabei höflich und professionell, etwa: „Gerne möchte ich mich nach dem Grund für Ihre Entscheidung erkundigen. Ihre Einschätzung sehe ich als hilfreiches Feedback.“  

Generell lässt sich festhalten, dass eine genauere Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch oder das Erlernen von Techniken gegen Nervosität beim Bewerbungsgespräch aber in jedem Fall für kommende Termine zu empfehlen sind. Denn das Unternehmen muss die Absage nicht begründen. Einen Versuch ist das Nachfragen dennoch wert!

Bonus-Tipp

Wenn Sie selbst nach dem Vorstellungsgespräch nicht mehr von dem Unternehmen überzeugt sind, ist es am besten, selbst zeitnah abzusagen. Orientieren Sie sich dafür an unserem Muster für das Ablehnen eines Jobangebots.

Fazit: Nach dem Vorstellungsgespräch die Anzeichen für eine Absage erkennen

Im Vorstellungsgespräch gibt es unterschiedliche Anzeichen für eine Absage. Mit dem richtigen Wissen können Sie abschätzen, wie die Rückmeldung ausfallen wird. Machen Sie sich allerdings nicht verrückt, wenn Sie während des Gesprächs eines der Anzeichen bemerken. Einzeln genommen, müssen die Anzeichen nicht zwangsläufig eine Absage bedeuten. Kommt schlussendlich doch eine Absage, lassen Sie sich davon nicht unterkriegen. Bei der nächsten Bewerbung werden Sie mehr Erfolg haben – und nutzen Sie die Glassdoor Jobplattform, um neue Stellen zu entdecken, die zu Ihnen passen!

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