Glassdoor-Updates

Deutsche Bank zahlt in der Finanzbranche am meisten

Two creative people chatting in modern office

Die Finanzwelt zieht noch immer viele Jobsuchende an. Nicht zuletzt, weil sie sich dort gute Verdienstmöglichkeiten erhoffen. Wer aber zahlt in der Finanzbranche am meisten? Dieser Frage sind wir nachgegangen und haben aktuelle Gehaltsinformationen von Berufstätigen aus der Finanzwelt ausgewertet. Dabei ist eine Rangliste der zehn Finanzunternehmen in Deutschland entstanden, die ihren Mitarbeitenden hierzulande die höchsten Bruttogrundgehälter zahlen. Entscheidend für die Reihenfolge ist der Median aller Gehaltsangaben zum  jeweiligen Unternehmen auf Glasssdoor.

Die Top-10-Finanzunternehmen in Sachen Grundvergütung sind: 

  1. Deutsche Bank: € 68.544
    Offene Stellen
  2. Commerzbank: € 66.625
    Offene Stellen
  3. Wirecard: € 63.903
    Offene Stellen
  4. Allianz: € 57.263
    Offene Stellen
  5. Deloitte: € 56.159
    Offene Stellen
  6. PwC: € 54.394
    Offene Stellen
  7. N26: € 51.127
    Offene Stellen
  8. KPMG: € 49.862
    Offene Stellen
  9. EY: € 49.390
    Offene Stellen
  10. Sparkasse: € 39.398
    Offene Stellen

Deutsche Bank ist das Finanzunternehmen mit den besten Verdienstmöglichkeiten

Auf den ersten beiden Plätzen landen zwei Platzhirsche der Branche: Die Deutsche Bank zahlt nach der Analyse mit 68.544 Euro (Median) die höchsten Grundgehälter. Knapp gefolgt von der Commerzbank, die mit 66.625 Euro ein vergleichbares Lohnniveau bietet. Den dritten Platz sichert sich der Zahlungsdienstleister Wirecard mit Sitz in München, der seinen Mitarbeitenden ein Grundgehalt von 63.903 Euro zahlt. Mit dem Versicherungskonzern Allianz folgt ein weiteres DAX-Unternehmen auf dem vierten Platz mit einem Basissalär von 57.263 Euro. Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen Deloitte bietet mit 54.394 Euro das höchste Gehaltsniveau der so genannten “Big Four” (Deloitte, EY, KPMG, PwC), die allesamt in der Rangliste vertreten sind. Bemerkenswert: Die erst 2013 gegründete mobile Direkt-Bank N26 stößt mit ihrer Vergütung in die Phalanx der etablierten Global Player der Finanzbranche vor. Alle vertretenen Unternehmen bis auf die Sparkasse auf dem zehnten Platz zahlen mehr als die meisten anderen Arbeitgeber in Deutschland am Monatsende ihren Angestellten überweisen. Das durchschnittliche Bruttogrundgehalt vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer in Deutschland 2018 lag laut Statistisches Bundesamt bei 46.560 Euro.

FinTechs, Banken und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften locken mit Top-Gehältern

Besonders Banken locken offenbar weiterhin mit großzügiger Vergütung. So zählen gleich vier der Top-10-Unternehmen zum Bankensektor. Mit Deutsche Bank und Commerzbank stehen ausgerechnet die beiden Finanzinstitute an der Spitze, die im letzten Jahr Sondierungsgespräche über eine Fusion geführt haben. Zumindest das Gehaltsniveau hätte schon mal gepasst! Das große Lohngefälle zwischen Deutsche Bank auf dem ersten Platz und der Sparkasse am Ende der Rangliste, das immerhin fast 30.000 Euro beträgt, geht zum Teil sicherlich auf unterschiedliche Geschäftsausrichtung zurück. Während die Banken aus der Finanzmetropole Frankfurt stärker auf Unternehmenskunden und Investment-Banking ausgerichtet sind, agieren die Sparkassen traditionell eher im Endkunden- und Filialgeschäft mit geringeren Profitmargen. Gleichzeitig schneiden Unternehmen an der Schnittstelle von Tech- und Finanzwirtschaft (FinTechs) wie Wirecard und N26 gut ab. Eine mögliche Erklärung: Wer wie Wirecard und N26 begehrte Tech-Talente anziehen möchte, muss sie auch mit guten Verdienstmöglichkeiten locken. 

Hohe Boni in der Finanzbranche: Gesamtvergütung fällt teils beträchtlich höher aus

Gerade in der Finanzwirtschaft ist die Grundvergütung häufig nur die “halbe Miete”. Durch Bonuszahlungen fällt die Gesamtvergütung häufig noch höher aus. Ein Beispiel nach Gehaltsangaben auf Glassdoor: Ein Führungskraft mit dem Titel “Direktor/in” verdient bei Deutsche Bank im Schnitt ein Jahresgrundgehalt von rund 130.000 Euro. Die durchschnittliche Bonuszahlung auf dieser Position beläuft sich auf rund 35.000 Euro und würde das Gesamteinkommen noch einmal um 27 Prozent in die Höhe schrauben. Zum Vergleich: Ein/e “Direktor/in” bei der Commerzbank verdient im Schnitt rund 120.000 Euro und rund 28.000 Euro (23 Prozent) an Bonuszahlungen. Selbst Angestellte, die nicht im Finanzbereich arbeiten, profitieren von Boni-Regelungen. So kann ein/e Software-Entwickler/in bei Wirecard das Jahreseinkommen von rund 64.000 Euro bei Zielerreichung um circa 8 Prozent aufbessern.

Jobsuchende und Unternehmen können Glassdoor nutzen, um Gehälter in unterschiedlichen Unternehmen und Funktionen zu vergleichen. 

Mehr Informationen: https://www.glassdoor.de/Gehälter/index.htm

 

Methodik

In die Analyse der Rangliste sind Gehaltsinformationen auf Glassdoor eingeflossen, die im Zeitraum 1. August 2018 bis 31. Juli 2019 durch Mitarbeiter in Deutschland für die Finanz-Unternehmen abgegeben wurden. Als Maßstab für die Reihenfolge dient der Median aller für das jeweilige Unternehmen angegebenen Bruttogrundgehälter. Durch Verwendung der Gehaltsangabe, die in der Mitte aller Angaben verortet ist (Median), wird Verzerrungen durch sehr hohe oder niedrige Gehaltsinformationen vorgebeugt. Für die Berücksichtigung mussten für die Unternehmen mindestens 25 Gehaltsinformationen auf Glassdoor im Betrachtungszeitraum vorliegen.