Elternzeit im Lebenslauf formulieren – Tipps und Inspiration

Elternzeit im Lebenslauf formulieren

Mütter und Väter, die sich aus der Elternzeit heraus um einen neuen Job bewerben, sind oftmals verunsichert, wie sie diese berufliche Auszeit kommunizieren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie dabei am besten vorgehen.

Elternzeit im Lebenslauf

Nach der Geburt eines Kindes gehen viele frischgebackene Mütter und Väter in die Elternzeit. Geht es dann um die Rückkehr in den Job und besonders um das Thema Bewerbung, stellen sich viele Eltern die Frage: Wirkt sich die familiäre Auszeit nicht negativ auf die Jobchancen aus? Und obwohl diese Befürchtung immer weniger begründet ist, weil die Familienfreundlichkeit auch in deutschen Unternehmen immer mehr zunimmt, sollte man sich schon genau überlegen, wie und wo man die Elternzeit im Lebenslauf am besten thematisiert.

Ehrlich mit der Elternzeit umgehen

Wichtig ist es, dass Sie die Elternzeit beim Schreiben Ihres Lebenslaufs nicht verheimlichen. Eine Lücke in der Vita kann sich deutlich negativer auswirken als die Angabe, dass Sie Elternzeit genommen haben. Schließlich gehört diese berufliche Auszeit heute vielfach dazu. Gehen Sie also selbstbewusst mit Ihrer Entscheidung um. Die Elternzeit ist nicht nur eine Pause vom Job. Sie ist vielmehr eine Zeit, in der Sie sich als Mutter oder Vater ganz anderen, neuen Aufgaben widmen. Und damit ist sie auch eine Zeit, in der Sie reifen, viele neue Dinge lernen, sich neu organisieren und bisher unerkannte Seiten und Talente an sich entdecken.

Passende Stelle im Lebenslauf finden

Wie und wo Sie die Elternzeit im Lebenslauf einfügen, ist von Ihrer aktuellen Situation abhängig. Sind Sie noch bei Ihrem alten Arbeitgeber angestellt, fügen Sie die Elternzeit an diese berufliche Station an.

„Seit 05/2018 Social-Media-Manager bei XY
10/2019 – 05/2020 Elternzeit“

Etwas anders sieht es aus, wenn Sie Ihre Stelle vor der Elternzeit gekündigt haben oder wenn Sie arbeitslos sind. Dann sollten Sie die Elternzeit als separaten Punkt in Ihren Lebenslauf aufnehmen. Hierzu können Sie etwa einen Punkt „Sonstiges“ in Ihre Vita einfügen. Auch die Einrichtung der Rubrik „Familienphase“ kann eine sinnvolle Alternative darstellen.

Auf Rückfragen vorbereiten

Auch, wenn die Elternzeit fast schon selbstverständlich dazugehört, ist es wichtig, dass Sie sich auf mögliche Rückfragen von Personalern vorbereiten: Warum haben Sie sich etwa dazu entschieden, so lange zuhause zu bleiben? Können Sie nun überhaupt wieder beruflich dort anknüpfen, wo Sie aufgehört haben? Schließlich hat sich in dieser Zeit einiges verändert. Machen Sie sich also auf kritische Rückfragen gefasst. 

Um in einem Vorstellungsgespräch nicht womöglich auf dem falschen Fuß erwischt zu werden, machen Sie sich im Vorfeld Gedanken über mögliche Fragen und insbesondere über Ihre Antworten. Fühlen Sie sich unsicher, hilft es häufig, ein solches Vorstellungsgespräch im eigenen Umfeld zu simulieren. 

Bewerben Sie sich aus der Elternzeit heraus auf eine neue Stelle, sollten Sie diese berufliche Auszeit auch in Ihrem Anschreiben nicht unterschlagen. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie Ihre beruflichen Skills und Ihren bisherigen Karriereweg in den Fokus rücken und die Elternzeit nicht zu sehr in den Mittelpunkt gestellt wird. 

Zudem bietet es sich an, kurz zu beschreiben, inwiefern Sie auch beruflich von der Elternzeit profitieren konnten. Etwa, indem Sie neue Fähigkeiten entwickeln konnten wie den souveränen Umgang mit Stress. Vielleicht hatten Sie die Möglichkeit, während Ihrer Babypause Ihre Englischkenntnisse aufzufrischen oder Fachliteratur zu lesen, die Sie beruflich weiterbringt. Auch eine kurze Information darüber, dass Sie während Ihrer Elternzeit als Ansprechpartner für Kolleginnen und Kollegen, die Sie während Ihrer Abwesenheit vertreten, zur Verfügung standen, wirkt positiv. Allerdings sollten diese Angaben korrekt und nicht frei erfunden sein.