Die wichtigsten Fakten zur Kurzbewerbung

Kurzbewerbung schreiben

Überzeugen auf zwei Seiten – das ist das Ziel der Kurzbewerbung. Bewerberinnen und Bewerber müssen mit wenigen Worten zeigen, was in ihnen steckt. Doch wie unterscheidet sich die Kurzbewerbung von der herkömmlichen Bewerbung und was gehört hinein?

Mithilfe der Kurzbewerbung möchten Unternehmen schon einmal checken, welche Bewerberinnen und Bewerber in die engere Wahl kommen und bei wem es sich lohnt, genauer hinzuschauen. Von wem sollten vollständige Unterlagen angefordert werden, oder sollten einige Bewerber sogar gleich zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden? Die Kurzbewerbung ist kein Ersatz für die herkömmliche Bewerbung. Sie ist nur der Schritt davor.

Aufbau der Kurzbewerbung

In der Regel besteht die Kurzbewerbung aus einem Anschreiben und einem tabellarischen Lebenslauf. Insgesamt also aus zwei Seiten, die Sie jeweils unterschreiben.  Anhand dessen sollen Personaler einen schnellen, aber umfassenden Überblick über den bisherigen Werdegang des jeweiligen Jobkandidaten bekommen. 

Auch das Anschreiben soll Lust auf mehr machen. Führen Sie hier noch einmal auf, warum gerade Sie für die ausgeschriebene Stelle infrage kommen, welche Qualifikationen Sie mitbringen und machen Sie Ihre Motivation deutlich. Fassen Sie sich kurz und nehmen Sie sich Zeit für die wenigen Sätze, die Sie haben. Denn auch, wenn die Kurzbewerbung selbst nicht umfangreich ausfallen darf, sollte sie nicht zwischen Tür und Angel erledigt werden. Ein guter erster Satz, der beim Leser Interesse weckt, ist ebenso wichtig wie eine gute Selbstpräsentation. Natürlich gilt hier - genauso wie in herkömmlichen Bewerbungsunterlagen: Der Text darf nicht fehlerhaft sein. Rechtschreib- und Zeichenfehler sind tabu.

Gleiches gilt für den Lebenslauf. Und da Sie auch hier nur eine Seite haben, gilt es, die einzelnen Stichpunkte gut auszuwählen. Am besten nehmen Sie zunächst Ihre herkömmliche Vita zu Hand und fragen sich bei jedem Eintrag, wie wichtig dieser für die von Ihnen angestrebte Stelle tatsächlich ist. Fokussieren Sie sich besonders auf Ihre Karrierestationen und Erfolge der jüngeren Vergangenheit. Streichen Sie radikal die Einträge, die länger als zehn Jahre zurückliegen. Es sei denn, sie sind besonders wegweisend und bedeutend. Bauen Sie den Lebenslauf in Ihrer Kurzbewerbung zudem antichronologisch auf. Das heißt, beginnen Sie mit den Stationen, die am kürzesten zurückliegen.

Kuzrbewerbung schreiben

Was nicht in eine Kurzbewerbung gehört

Nicht nur inhaltlich, sondern auch äußerlich unterscheidet sich die Kurzbewerbung von den umfangreicheren Bewerbungsunterlagen, die üblicherweise versendet werden. Anders als bei diesen wird bei der Kurzbewerbung auf eine Bewerbungsmappe verzichtet. Auch Zeugnisse, Referenzen, Arbeitsproben und weitere Dokumente werden nicht beigelegt, ebenso wenig wie das Deckblatt. 

Da Zeugnisse nicht an die Kurzbewerbung angehängt werden, macht es Sinn, bei besonders guten Abschlüssen die Note in Klammern hinter die jeweilige Station zu setzen. Auf diese Weise lassen sich die entsprechenden Leistungen einordnen, ohne dass der Personaler Ihre Zeugnisse gesehen haben muss.

Wo Kurzbewerbungen interessant sind

Zum Einsatz kommt die Kurzbewerbung, wenn ein Unternehmen sehr viele Bewerber auf eine Stelle erwartet und das Sichten umfangreicher Unterlagen den zeitlichen Rahmen sprengen würde. 

Auch auf Jobmessen oder im Rahmen von Netzwerkveranstaltungen wie etwa Messen werden Kurzbewerbungen gerne genutzt. Jobinteressenten können die Kurzbewerbung an interessante Gesprächspartner herausgeben, ohne gleich zu viel über sich zu verraten. Personaler profitieren ebenfalls, da sie die Kurzbewerbungen in ihren Bewerberpool aufnehmen können und so eine gute Übersicht über Qualifikationen und Karrierewege haben, und sie bei Bedarf Kontakt zu den Bewerbern aufnehmen können.

Vor- und Nachteile der Kurzbewerbung

Kurzbewerbungen vermitteln einen guten ersten Eindruck, wenn es schnell gehen muss. Auf Jobmessen können Bewerberinnen und Bewerber die Kurzbewerbung quasi als Give-away an für sie interessante Unternehmen herausgeben und so von sich reden machen. Der finanzielle und zeitliche Aufwand ist gering, und Unternehmen müssen umfangreiche Bewerbungsunterlagen nicht lagern oder an Bewerber zurücksenden. Auf diese Weise werden auch Kosten eingespart.

Allerdings kann die Kurzbewerbung nur einen sehr oberflächlichen Eindruck vermitteln. Die herkömmliche Bewerbung ersetzt sie nicht.