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Home-Office

Sie möchten von zu Hause arbeiten? So fragen Sie Ihren Chef

Gepostet von Glassdoor-Team

Karriere-Experte

Letzte Aktualisierung October 11, 2021

Wenn draußen die Sonne scheint, ist der Gedanke daran, Homeoffice zu machen besonders verlockend. Erwartet Ihr Arbeitgeber jedoch von Ihnen, dass Sie jeden Tag von 9 bis 17 Uhr an Ihrem Schreibtisch im Büro sitzen, sollten Sie sich gut überlegen, wie Sie Ihren Chef nach der Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten, fragen. Denn davon könnte abhängen, ob Ihre Anfrage genehmigt wird.

Fokussieren Sie sich in dem Gespräch nicht darauf, wie Sie persönlich von flexibleren Arbeitszeiten profitieren können. Stellen Sie stattdessen in den Vordergrund, wie Ihre Arbeit von zu Hause dem gesamten Team und der Firma zugute kommen könnte.

Als Angestellte sollten Sie immer aus Sicht des Arbeitgebers argumentieren“, so Tonya Lain, Regional Vice President bei der Recruiting-Agentur Adecco Staffing. „Sobald persönliche Aspekte ins Spiel gebracht werden, verliert der Mitarbeiter an Glaubwürdigkeit und ihm entgeht die Gelegenheit, eine Geschäftsbesprechung auf Augenhöhe zu führen.“

Erstellen Sie einen Plan

Bevor Sie die Idee bei Ihrem Chef zur Sprache bringen, sollten Sie einen formellen Plan erstellen, der darstellt, wie Sie sich Ihre Arbeit von zu Hause genau vorstellen. Möchten Sie an einem bestimmten Tag in der Woche von zu Hause arbeiten? Oder Ihre tägliche Arbeitszeit im Büro auf 10 bis 19 Uhr nach hinten verschieben? Überlegen Sie sich auch, wie Sie Ihren Kollegen von zu Hause aus für Fragen zur Verfügung stehen und an Meetings teilnehmen werden – per E-Mail, Telefon, Video-Chat oder mithilfe eines Instant-Messenger-Programms?

Stellen Sie Ihre Produktivität in den Mittelpunkt 

Legen Sie Ihrem Chef dar, wie die Heimarbeit Ihre Produktivität erhöhen wird. Wenn Sie beispielsweise in einem Großraumbüro arbeiten, nutzen Sie dies als Argument und erläutern Sie, dass Sie zu Hause konzentrierter an Ihre Aufgaben gehen und diese ohne Unterbrechungen wahrnehmen können. Wenn Sie pendeln und einen langen Weg zur Arbeit haben, berechnen Sie, wie viel kostbare Zeit Ihnen dadurch jeden Tag verloren geht. Wenn Sie oft mit Kunden, Partnern oder Kollegen in anderen Zeitzonen arbeiten, verdeutlichen Sie Ihrem Chef, wie eine Umstellung Ihrer Arbeitszeiten Ihren Arbeitsfluss verbessern kann. Vergessen Sie nicht, im Gespräch die positive Auswirkung auf Ihre geschäftlichen Ziele zu erwähnen.

Bleiben Sie realistisch

Verlangt Ihr Job von Ihnen häufige persönliche Meetings? Sind Sie neu beim Unternehmen und noch dabei, sich einzufinden und Ihre Kollegen kennenzulernen? Gehen Sie täglich mit sensiblen Informationen und Daten um? Dann ist das regelmäßige Homeoffice vielleicht doch nicht das richtige für Sie, mag es noch so attraktiv erscheinen. Falls dies der Fall ist, dann fragen Sie lieber danach, ob Sie ab und zu als Ausnahme von zu Hause arbeiten dürfen, zum Beispiel am Freitag vor einem langen Wochenende oder an einem Brückentag.

Verhandeln Sie

Wenn Sie bei einem Unternehmen arbeiten, das flexible Arbeitszeiten begrüßt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Anfrage genehmigt wird, um einiges höher. Sträubt sich Ihr Arbeitgeber aber gegen entsprechende Mitarbeiteranreize, könnte es ein mühsames Unterfangen werden.

Als Lösung bietet sich hier an, Ihren Vorgesetzten nach einer 30 oder 60 Tage langen Probeperiode zu fragen, sodass dieser die Auswirkung auf Ihre Produktivität beobachten kann.  Ein Versuchszeitraum ermöglicht aber auch Ihnen selbst, Ihre neuen Arbeitszeiten auszutesten und gegebenenfalls anzupassen.

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