Pros
Gute Anbindung an den Nahverkehr und Autobahn, gute Infrastruktur im Büro wie z.B. eine Barista Espressomaschine. Einigermaßen verläßliche Arbeitszeiten und akzeptable Work/Life Balance. Nette und hilfsbereite Kollegen in allen Abteilungen sowie auch guter Betriebsrat und HR-Abteilung. Karriereoptionen ergeben sich regelmäßig, wobei Beförderungen oft von persönlichen Befindlichkeiten und Verbindungen abhängen und man die OpenText-Denke vollständig übernommen haben muß (keine negativen Fragen stellen und in der Masse mitschwimmen). Grundsätzlich kann man hier gut arbeiten, wenn man sich mit der Unternehmenskultur identifizieren kann und mit täglich neuen Änderungen leben kann.
Kontras
Lautes Großraumbüro mit viel Durchgangsverkehr von allen Seiten, schlechte Belüftungssituation das ganze Jahr über. Keine Privatsphäre und kaum Möglichkeiten, ungestört und konzentriert zu arbeiten. Manager an allen Schlüsselpositionen der Ein- und Ausgänge (zur Kontrolle?). Beim Thema HomeOffice ist Mißtrauen angesagt, die Regelungen sind in jedem Team unterschiedlich. Die Bezahlung ist eher leicht unter dem Branchendurchschnitt und Erhöhungen gibt es selten. Der jährliche Performance Review ist wie bei vielen Firmen eher ein Papiertiger und wird auf eine neutrale Bewertung (3,0) getrimmt, um keine Begehrlichkeiten zu wecken und Nullrunden zu rechtfertigen. Geldwerte Benefits gibt es im Vergleich zu anderen Unternehmen kaum, auch bei Rekordgewinnen kommt kein Cent bei den Mitarbeitern an (kein Bonus). Nur 12 Basisgehälter und sonst nichts. Eher theoretische Benefits wie eine "Gruppenunfallversicherung", die kaum jemals in Anspruch genommen wird. Firmenkultur: stark Management-lastig mit hohem Überbau an Managern und immer neuen VPs an der Spitze, während das normale Personal an der Basis nach und nach ausgedünnt wird. Die Marschrichtung des Unternehmens ändert sich nahezu täglich, die Kommunikation aus Kanada erfolgt immer von unten nach oben und wird von untern nach oben in die Teams heruntergedrückt. Arbeitsweise: das "Micromanagement" geht so weit, daß einzelne Emails mitgelesen werden und über einzelne Worte und Satzzeichen diskutiert wird. Vertrauen in die Fähigkeiten der Mitarbeiter ist nicht vorhanden. Schulungen: es gibt ein Budget für jeden Mitarbeiter für externe Schulungen, das aber niemand bekommt. Schulungen erfolgen grundsätzlich nur intern zu OpenText-spezifischen Themen und nur das absolute Existenzminimum. Oft werden diese auch abgesagt, wenn keine zahlenden Kunden teilnehmen. Erfahrenen Mitarbeitern, die nach langer Zeit das Unternehmen verlassen, wird noch die Tür aufgehalten. Eine Wertschätzung der Mitarbeiter ist nicht erkennbar.