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In den Medien

Wir kämpfen für unsere Nutzer für ihr Recht auf anonyme und freie Meinungsäußerung

Gepostet von Joe Freeman

Letzte Aktualisierung 11. August 2022
|5 Min. Lesezeit

Joe Freeman ist Vice President und Head of Legal bei Glassdoor und in dieser leitenden Funktion für die rechtlichen Belange von Glassdoor zuständig. Joe steht an der Spitze von Glassdoors Bemühungen, für seine Nutzer:innen ihr Recht auf anonyme und freie Meinungsäußerung zu schützen und zu verteidigen, und setzt sich weltweit dafür ein, dass Mitarbeiter:innen offen und ehrlich über ihre Erfahrungen am Arbeitsplatz sprechen können, ohne Angst vor Einschüchterungsversuchen oder gar Vergeltung.

Glassdoor setzt sich für eine höhere Transparenz am Arbeitsplatz ein. Wir sind davon überzeugt, dass Mitarbeiter:innen ihre Erfahrungen, die sie in ihrer Arbeitsumgebung machen, authentisch und sicher anderen mitteilen können sollten. Wir sehen diese Zielsetzung als Pfeiler für ihr Grundrecht auf Wahrung der Menschenwürde, für den Aufbau von sich durch Gleichstellung auszeichnenden Arbeitsumgebungen und letztlich für mehr soziale Gerechtigkeit.

Niemand wird gerne kritisiert und auch Arbeitgeber mögen nicht immer, was aktuelle oder ehemalige Mitarbeiter:innen über sie auf Glassdoor veröffentlichen. Manchmal erhalten wir oder unsere Nutzer:innen Drohungen seitens eines Arbeitgebers. In noch selteneren Fällen erheben Arbeitgeber Klage gegen uns oder unsere anonymen Nutzer:innen und verlangen von uns die Herausgabe von Informationen zu Nutzerkonten.

Ein bedeutender Teil unserer Mission besteht darin, dass wir unsere Nutzer:innen schützen und für ihr Recht auf anonyme und freie Meinungsäußerung kämpfen, erforderlichenfalls auch vor Gericht und weltweit, um eine Offenlegung der Nutzerinformationen zu verhindern.

Vielleicht haben Sie von dem folgenden aktuellen Fall gehört. Anfang 2022 rief Zuru, ein großer Spielzeughersteller mit Sitz in Neuseeland und China, ein Bundesgericht in Kalifornien an, um von Glassdoor die Herausgabe von Informationen zu Nutzer:innen in Neuseeland zu erzwingen, die Rückschlüsse auf ihre Identität erlaubt hätten. Diese Glassdoor-Nutzer:innen, verschiedene ehemalige Zuru-Mitarbeiter:innen, hatten Bewertungen zu Zuru auf Glassdoor gepostet, die das Unternehmen als „Burnout-Fabrik“ mit einer „giftigen“ Arbeitsatmosphäre und „inkompetenten“ Managern bewerteten. Glassdoors Antwort waren starke Rechtsgründe, die das Recht unserer neuseeländischen Nutzer:innen auf ehrliche Meinungsäußerung verteidigten.

In diesem speziellen Fall sind wir von der Entscheidung des Gerichts sehr enttäuscht. Wir sehen aber auch, dass dieser Fall eine seltene Ausnahme darstellt und von einem US-amerikanischen Richter entschieden wurde, der versuchte, neuseeländisches Recht zu interpretieren. Viel wichtiger ist in diesem Zusammenhang, dass diese Entscheidung für andere Richter:innen keine bindende Wirkung hat. Wir glauben, dass diese Entscheidung nicht unsere seit Langem laufenden und erfolgreichen Bemühungen beeinträchtigt, die Anonymität unserer Nutzer:innen zu verteidigen.

Wir verfolgen weiterhin mit größter Kraft unser Ziel, die Anonymität unserer Nutzer:innen zu schützen und Stellensuchende zu unterstützen. Unsere Plattform bietet Stellensuchenden Informationen, die zuvor schwer zu erhalten waren: authentische Insider-Infos und Meinungen zur Arbeit bei einem Unternehmen, verfasst von denen, die es am besten beurteilen können, den Mitarbeiter:innen. Ehrliche und offene Bewertungen, die auf Glassdoor Erfahrungen am Arbeitsplatz beschreiben, sind deshalb möglich, weil wir die Anonymität der Verfasser:innen wahren und schützen. Wir bieten Stellensuchenden viele Informationen, damit sie fundiert entscheiden können, ob der Job und das Unternehmen zu ihnen passt und sie sich so beruflich besser entwickeln können und eher in ihrem Job zufrieden sind. Unternehmen können die Entscheidungen unserer Content-Moderator:innen nicht durch Drohungen oder Anreize beeinflussen.

Glassdoors standhafte Mission und sein Engagement zum Schutz unserer Nutzer:innen haben zu einer wirklich starken Erfolgsbilanz geführt.

  • Bisher wurden über 2,2 Mio. Unternehmen auf Glassdoor bewertet und solche rechtlichen Auseinandersetzungen mit Arbeitgebern waren dabei extrem selten.
  • Wenn wir vor Gericht ziehen müssen, können wir fast immer erfolgreich die Anonymität unserer Nutzer:innen schützen, bis heute in über 100 Fällen.
  • Glassdoor wendet erhebliche Mittel zur Verteidigung des Rechts auf anonyme und freie Meinungsäußerung unserer Nutzer:innen auf, dazu gehört das Vortragen von Fällen in vielen Ländern.

Ich bin stolz darauf, für ein Unternehmen zu arbeiten, dass seine Mission mit allen Kräften verteidigt und bereit ist, für die Wahrung seiner Prinzipien und zum Schutz seiner Nutzer:innen beträchtliche Mittel einzusetzen.

Glassdoor setzt diesen Kampf fort. Unsere Nutzer:innen werden weiterhin Bewertungen auf Glassdoor posten, die eine authentische Darstellung ihrer Erfahrungen am Arbeitsplatz sind. Stellensuchende werden weiterhin von dieser höheren Transparenz und dem Zugang zu entscheidenden Informationen stark profitieren, denn dadurch können sie ihren Traumjob finden und für sie passende Unternehmen entdecken. Mögliche zukünftige Mitarbeiter:innen werden weiterhin von der Handvoll Arbeitgeber erfahren, die die Stimme ihrer Mitarbeiter:innen zum Verstummen bringen möchten.

Und in diesen äußerst seltenen Fällen, in denen sich ein Unternehmen für den Rechtsweg entscheidet, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es wie Zuru den „Streisand-Effekt“ kennenlernt und viel mehr Aufmerksamkeit auf wenig schmeichelhafte Bewertungen und insgesamt negative Mitarbeiterstimmungen lenkt als die Bewertungen selbst jemals hätten erregen können.

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