Pros
Rückblickend war meine Zeit im Unternehmen vor allem durch strukturelle Probleme geprägt, die sich nicht durch individuelles Engagement kompensieren lassen. Der einzige klar positive Aspekt sind die Kolleginnen und Kollegen. Das Team ist unterstützend, engagiert und menschlich sehr angenehm. Ohne dieses Umfeld wäre ein längerer Verbleib kaum vorstellbar gewesen.
Kontras
Lange Phasen ohne Projekte (teilweise 6–12 Monate) sind keine Ausnahme, sondern Teil der Realität. Gleichzeitig fehlt jegliche Transparenz über die tatsächliche Auslastung und die wirkliche wirtschaftliche Situation des Unternehmens. Trotz eines Standorts in Frankfurt finden die meisten Projekte nicht in Deutschland statt. Dies führt zu erheblichem Reiseaufwand und erschwert eine stabile berufliche Planung. Die Kommunikation mit der Partner-Ebene ist deutlich eingeschränkt. Ohne Spanischkenntnisse ist ein effektiver Austausch kaum möglich, da weder Englisch noch Deutsch konsistent auf professionellem Niveau genutzt werden. Die Abwicklung von Reisekosten ist wiederholt fehleranfällig und verzögert. Dies wirkt unprofessionell und belastet die Mitarbeitenden unnötig. Es fehlt eine klare und glaubwürdige Entwicklungsperspektive. Besonders auffällig ist die strukturelle Lücke zwischen Junior-Positionen und höheren Rollen, erfahrene Mitarbeitende im mittleren Level sind kaum vorhanden. Es entsteht der Eindruck eines Systems, in dem Mitarbeitende nach den ersten Jahren wenig Perspektive haben und indirekt zum Verlassen des Unternehmens gedrängt werden, während gleichzeitig verstärkt Junioren eingestellt werden. Insgesamt mangelt es an Transparenz und klarer strategischer Ausrichtung. Fazit: Die Diskrepanz zwischen Außenwirkung und interner Realität ist erheblich. Ohne grundlegende Veränderungen in Führung, Kommunikation und Projektstruktur ist das Unternehmen langfristig weder für Mitarbeitende noch für Bewerbende eine nachhaltige Option. Ich hätte mir diese Transparenz vor meinem Einstieg gewünscht.