Als langjähriger Mitarbeiter möchte ich meine Erfahrungen bei Jenoptik teilen – vor allem, um potenziellen Bewerbern einen realistischen Eindruck zu vermitteln.
Führungskultur:
Leider ist das Management das größte Problem. Entscheidungen werden oftmals völlig realitätsfern und ohne Rücksicht auf die Mitarbeiter getroffen. Führungskräfte wirken häufig überfordert, autoritär und wenig empathisch. Konstruktive Kritik ist nicht willkommen – wer nicht „nach oben buckelt“, fällt schnell in Ungnade. Es herrscht eine "Ja-Sager-Kultur", in der Eigeninitiative eher bestraft als gefördert wird.
Umgang mit Mitarbeitern:
Man ist hier nur eine Nummer – persönliche Wertschätzung sucht man vergebens. Wer nicht in das gewünschte Raster passt oder den Mund aufmacht, muss mit subtiler Schikane oder offener Ausgrenzung rechnen. Das Arbeitsklima ist stark von Misstrauen geprägt. In vielen Bereichen wird mehr über Kollegen als mit ihnen gesprochen.
Strukturen und Transparenz:
Einige interne Abläufe wirken willkürlich und sind nicht selten geprägt von Vetternwirtschaft. Teilweise hat man das Gefühl, dass Posten nicht nach Qualifikation, sondern nach persönlichen Beziehungen vergeben werden.
Fazit:
Wer einen Job sucht, bei dem man sich einbringen, entwickeln und ernst genommen fühlen möchte, ist hier fehl am Platz. Jenoptik hat leider das Potenzial verspielt, ein moderner und attraktiver Arbeitgeber zu sein. Eine umfassende Führungskräfteentwicklung sowie mehr Transparenz und Mitarbeiterorientierung wären dringend notwendig.