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Wie die Zusammenarbeit mit dem Chef aus dem Home Office funktioniert!

Father with his little son working from home

Viele Berufstätige sehen sich aktuell das erste Mal mit der Situation konfrontiert, dauerhaft mit ihrer Chefin oder ihrem Chef aus dem Home Office zusammenzuarbeiten. Da ist manchmal guter Rat teuer. Wo sich im Büro die Abläufe und Routinen fest eingespielt haben, muss es sich unter den neuen Umständen erst einmal zurecht ruckeln. Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt, wie die Zusammenarbeit garantiert auch aus der Ferne weiter gut funktioniert. Vertrauen ist dabei das A und O.

Klären Sie die Erwartungshaltungen ab

Damit die Zusammenarbeit gut klappt, sollten vorab ein paar Dinge geklärt werden. Beide Seiten sollten Klarheit darüber gewinnen, welche Erwartungen sie an die Zusammenarbeit aus dem Home Office haben und insbesondere, wie sie sich die Kommunikation wünschen. Es sollte um Vorlieben und Abneigungen gehen und vor allem darum, einige No-Gos abzuklopfen. Zu klärende Fragen können zum Beispiel sein: Muss ich jederzeit erreichbar sein? Wie wollen Sie informiert werden, wann ich am Schreibtisch sitze? Braucht es ein tägliches Status-Update? Finden Sie heraus, ob Ihre Chefin oder Ihr Chef im Home Office zum “Micro-Manager” mutiert. Wie flexibel ist Ihr Vorgesetzter oder die Vorgesetzte? Kann ein Termin oder eine Deadline auch mal verschoben werden oder sind solche Dinge, einmal festgezurrt, in Stein gemeißelt?

Seien Sie Ihrem Vorgesetzten immer einen Schritt voraus

Sie sind für die Vorbereitung von Meetings mit Ihrem Vorgesetzten verantwortlich? Dann planen Sie das Meeting strukturiert durch und übernehmen die Führung, wo immer es sich anbietet. Das hinterlässt den Eindruck, dass Sie wissen, was Sie tun. Antizipieren Sie Fragen, die gestellt werden können und halten Sie eine Antwort parat.

Seien Sie transparent

Erleichtern Sie es Ihrem Manager, zu wissen, was Sie gerade tun. Halten Sie ihn über Ihre Arbeit und Ihre Fortschritte auf dem Laufenden. Seien Sie proaktiv in der Kommunikation. Schicken Sie E-Mails mit längeren Zusammenfassungen oder auch mal kurze Nachrichten (z.B. über Slack), um Ihren Manager einzubinden. Dabei helfen kann auch beispielsweise ein Status Report, der in der Cloud bereit steht und der jederzeit einsehbar ist. Auch Kollaborationstools (wie Asana oder Trello) bieten sich dafür an, Ihre Arbeitsfortschritte zu zeigen. Gleichzeitig helfen Sie dabei, die eigene Arbeit besser zu organisieren, Zeitpläne und Verantwortlichkeiten festzulegen und Projekte detailliert durchzuplanen.

Kommunizieren Sie lieber zu viel als zu wenig

Sie denken, Sie könnten Ihrer Chefin oder Ihrem Chef auf die Nerven gehen. Das mag vielleicht für den Fall gelten, dass irgendwann die Arbeit im Home Office zur Routine und zur neuen Normalität geworden ist. Für den Anfang sollten Sie am besten immer lieber mehr als weniger kommunizieren. Versuchen Sie dabei eine gute Balance zu finden. Denn gleichzeitig wollen Sie vermeiden, Ihrer Chefin oder Ihrem Chef auf die Nerven zu gehen. Aber Sie können ziemlich sicher sein, dass jede relevante Information wertgeschätzt wird und Ihrem Manager weiter hilft, sich ein Bild zu formen und Vertrauen zu Ihrer Arbeit im Home Office aufzubauen. Und wenn es ihr oder ihm zu viel ist, wird er sich schon rechtzeitig bei Ihnen melden. Sie sollten aber unbedingt der Gefahr vorbeugen, im Home Office “unsichtbar” zu werden. Das schürt nur Misstrauen.

Zeigen Sie Ihre persönliche Seite

Sprechen Sie auch offen über Ihren Stresspegel und die Unsicherheit in der neuen Situation. Teilen Sie Geschichten, die in Ihrem Leben passieren und die Sie beeinflussen. Haben Sie familiäre Herausforderungen? Müssen Sie aktuell Ihre Kinder zuhause betreuen? In der aktuellen Ausnahmesituation darf es gerne etwas menschlicher sein. Dazu kommt ja noch, dass der übliche Smalltalk am Kaffeeautomaten oder in der Kantine wegfällt. Dieser ist aber unheimlich wichtig für den Zusammenhalt und die Motivation innerhalb eines Teams. Daher achten Sie darauf, sich nicht gleich zu Beginn des Meetings nur auf berufliche Themen zu stürzen. Versuchen Sie auch ein paar Einblicke in Ihre Privatleben zu gewähren, wenn Sie miteinander sprechen. Daher sollten Sie auch versuchen, Videokonferenzen einem Telefongespräch vorzuziehen. Im bewegten Bild lassen sich viel mehr Gefühle, Zwischentöne, Sorgen, Nöte und auch Begeisterung übermitteln. Selbstverständlich sollten Sie es auch nicht übertreiben. Wenn Ihre Chefin oder Ihr Chef aufgrund einer akuten Drucksituation kurz angebunden ist, dann muss die Agenda auch mal schnell durchgezogen werden. Haben Sie also auf dem Schirm, wie viel sie oder er gerade auf dem Schreibtisch hat, und passen Sie ihr Verhalten den Umständen an.

Kommunizieren Sie smart

Manchmal schickt man unbedacht eine schnelle Nachricht und ist sich ihrer Wirkung nicht bewusst. Schriftliche Kommunikation hat ihre Tücken. Seien Sie sich immer bewusst, dass es dann Schwarz auf Weiß dort steht. Wo ausführliche Erklärungen oder Kontext fehlen, komplettiert der Empfänger selbst das Bild und denkt sich seinen Teil. Gerade bei potenziell konfliktbeladenen Themen sollte man lieber das direkte Gespräch suchen, um Vorbehalte und Kritik gleich ausräumen zu können. Das gilt natürlich für jede Beziehung. Für die mit Ihrer Chefin oder Ihrem Chef umso mehr. Sie wollen mühsam aufgebautes Vertrauen nicht aus Versehen zerstören.

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