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Schadet Ihr aktueller Job Ihrem Gehaltspotenzial?

Ihnen macht Ihr aktueller Job so gar keinen Spaß? Selbst wenn Sie gut verdienen und sich die Stelle auf dem Papier super macht, sollten Sie vorsichtig sein. Der falsche Job macht Sie nicht nur unzufrieden, sondern kann auch Ihrem Karriereweg schaden – und damit Ihrem zukünftigen Verdienstpotenzial.

Verpasste Gehaltserhöhungen und Beförderungen, aber auch eine Tätigkeit für ein Unternehmen mit schlechtem Ruf sind nur einige Beispiele dafür, wie Ihre derzeitige Stelle sich negativ auf Ihr Einkommen in der Zukunft auswirken kann.

Bevor Sie noch mehr Energie in Ihren aktuellen Job stecken, werfen Sie einen Blick auf die folgenden sechs Punkte und prüfen Sie, ob diese Anzeichen auch auf Sie zutreffen. Das kann Ihnen dabei helfen festzustellen, ob ein Jobwechsel überfällig ist:

Sie vertreten die Unternehmensvision nicht

In schlechten Arbeitsmarktzeiten eine Stelle anzunehmen, für die Sie sich nicht hundertprozentig begeistern, ist nachvollziehbar. Derzeit ist der Arbeitsmarkt jedoch relativ entspannt. Dies ist also ein guter Zeitpunkt, Ihre derzeitige Jobsituation zu überdenken und sich zu fragen, ob Ihre aktuelle Stelle noch die richtige für Sie ist. Zumindest dann, wenn Sie nicht damit einverstanden sind, in welche Richtung sich Ihr Unternehmen entwickelt oder wenn Sie nur wenig Respekt für die Unternehmensleitung aufbringen können.

„Wenn das Führungspersonal wechselt und ein neuer CEO bzw. Geschäftsführer antritt, erfinden sich Unternehmen mitunter neu“, so Jennifer Hill, Autorin des Buchs Stop Hoping – Start Hunting. „Wenn damit einhergehende Umstrukturierungen nicht mit Ihren eigenen Karrierezielen oder mit Ihrer ,Personal Brand’ in Einklang stehen, kann es Ihnen langfristig schaden, mit dem Unternehmen in Verbindung gebracht zu werden.“

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Der Chef erntet die Lorbeeren für Ihre Arbeit

Wenn Ihr Vorgesetzter sich gerne die von Ihnen erreichten Ergebnisse als eigenen Verdienst anrechnet, ist es vielleicht an der Zeit, sich nach einem neuen Job umzusehen. Denn das ruft nicht nur nachvollziehbaren Unmut hervor, sondern kann sogar dazu führen, dass Sie die wohlverdiente Beförderung oder Gehaltserhöhung nicht erhalten. „Manchmal ist so ein Verhalten sehr offensichtlich“, so John Ricco, Partner bei der Recruiting-Agentur The Atlantic Group. In anderen Fällen ist es weniger leicht erkennbar. Egal wie – viel können Sie als Arbeitnehmer sowieso nicht dagegen machen.

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Sie arbeiten nur für den Gehaltszettel

Niemand ist in der Übergangsphase zwischen zwei Jobs gerne lange arbeitslos. Deshalb nehmen Arbeitnehmer laut Ben Carpenter, Autor von The Bigs: The Secrets Nobody Tells Students and Young Professionals, häufig einen Job als „Zwischenlösung“ an, bis sie etwas Besseres finden. Das mag zwar dem Bankkonto guttun, doch anstatt im Job engagiert dabei zu sein und Einsatzbereitschaft zu zeigen, geben sich Arbeitnehmer in diesen Fällen häufig dem Trott hin und tun nur noch das Nötigste. „Diese Gefühle übertragen sich auf Ihre tatsächliche Leistung im Job“, so Carpenter. „Wenn Sie keine Energie mehr in Ihre Aufgaben stecken und Ihre Arbeitsleistung darunter leidet, riskieren Sie, dass Vorgesetzte, Kunden und Mitarbeiter Sie nicht mehr wie bisher schätzen. Das kann und wird sich wiederum negativ auf Ihre nächste Jobsuche auswirken.“

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Gemütlichkeit setzt ein

Wir alle möchten uns gerne im Job wohlfühlen, jedoch sollten Sie es sich dabei nicht zu bequem und einfach machen. Andernfalls laufen Sie Gefahr, niemals befördert zu werden oder eine Position bei einem anderen Arbeitgeber kennenzulernen. Nicht ohne Grund findet das Sprichwort „Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere“ bei vielen Menschen Anklang. „Wenn Sie zu lange in der gleichen Position bleiben, kann das definitiv Ihrer Karriere schaden“, so Ricco. Ein einfacher Weg, dem zu entgehen, ist laut Ricco, einen Plan aufzustellen, wo Sie sich in fünf, zehn bzw. 20 Jahren sehen.

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Ihr Arbeitgeber hat einen schlechten Ruf

Für ein ehrgeiziges, freches und gar „rebellisches“ Unternehmen zu arbeiten, das die Konkurrenz unkonventionell überholen und Marktführer werden will, ist das eine. Etwas ganz anderes ist es, für ein Unternehmen mit einer stark beschädigten Reputation zu arbeiten – wie z. B. Enron in den USA. Das kann Ihrer zukünftigen Karriere schaden. „Wenn Sie für ein Unternehmen tätig sind, für das andere keinen Respekt haben, kann die Assoziation mit diesem Arbeitgeber negativ auf Sie zurückfallen“, so die Autorin Jennifer Hill. Andere werden Ihren Charakter in Frage stellen und die Einladung zum Vorstellungsgespräch beim Wettbewerber bleibt eventuell aus.

Ihre Position trägt kaum zum Geschäftserfolg bei

Wenn Sie in Ihrer Rolle im Unternehmen keinen sichtbaren Beitrag zum Erfolg des Unternehmens leisten oder Sie in Ihrer derzeitigen Position kaum Chancen auf einen Aufstieg in eine solche Rolle haben, stecken Sie in einer Sackgasse. Da hilft es auch nicht viel, wenn Ihr Job Ihnen noch so viel Spaß macht. „Wenn Ihre Position meist übersehen wird und Sie nicht die Gelegenheit bekommen, sich von Ihrer besten Seite zu präsentieren und Ihren individuellen Beitrag zum Unternehmenserfolg aufzuzeigen, ist es schwer die Anerkennung zu erhalten, die für eine Beförderung notwendig ist“, so Carpenter. Sie werden bei Beförderungsrunden regelmäßig übergangen? In Ihrem aktuellen Job gibt es keine klar definierten Aufstiegschancen? Das sind laut Carpenter deutliche Anzeichen dafür, dass Ihr aktueller Job Ihrer Laufbahn im Wege steht.

Kommen Ihnen ein oder sogar mehrere dieser Anzeichen bekannt vor? Dann ist es vielleicht an der Zeit, nach einer neuen Herausforderung Ausschau zu halten – und damit verbunden vielleicht auch nach einem höheren Einkommen.

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