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Das sind die 15 beliebtesten Arbeitgeber unter Jobsuchenden

Bei welchen Arbeitgebern würden sich Jobsuchende aus Deutschland am liebsten bewerben? Darüber gibt eine neue Analyse von Glassdoor, eine der weltweit größten Job- und Recruiting-Plattformen, Aufschluss. Das Economic Research Team von Glassdoor hat Klicks auf Stellenanzeigen im Zeitraum 1. Juli 2018 bis 30. Juni 2019 ausgewertet und ermittelt, welche Unternehmen am meisten Zugriffe auf ihre ausgeschriebenen Stellen  erhalten. Demnach ist Amazon das beliebteste Ziel von Jobsuchenden in Deutschland.

Das sind die Ergebnisse für Deutschland im Detail:

  1. Amazon 
  2. Zalando 
  3. Siemens
  4. SAP 
  5. Google
  6. Deutsche Bahn 
  7. Continental 
  8. Airbus 
  9. PwC 
  10. Robert Bosch 
  11. Bayer
  12. Ferchau 
  13. Porsche 
  14. N26 
  15. IBM 


Jobsuchende in Deutschland zieht es in den Online-Handel

E-Commerce boomt. Das zeigt sich nicht nur an steigenden Umsätzen, sondern auch am Verhalten von Jobsuchenden. Die Stellenanzeigen von Amazon sind die am häufigsten angeschauten auf Glassdoor. Die Attraktivität von Amazon als Arbeitgeber scheint damit ungebrochen. Mehr als 20.000 Mitarbeiter möchte das Unternehmen bis Jahresende in Deutschland beschäftigen. Mitentscheidend für das gute Abschneiden dürfte die Vielzahl an offenen Stellen sein, die Amazon in Deutschland ausschreibt. In Summe sind es aktuell 685 auf Glassdoor. Von zahlreichen gelernten oder auch ungelernten Jobs in der Logistik über Fachkräfte für die Bereiche IT und E-Commerce bis hin zu Experten für Cloud-Technologien und Vertrieb – die Bandbreite an Tätigkeiten ist ausgesprochen hoch. Auf dem zweiten Platz folgt mit Zalando ein weiterer wichtiger Player aus dem Online-Handel. Der Mode-Händler mit Hauptsitz in Berlin und 14.000 Mitarbeitern in 17 Ländern erhält die zweitmeisten Klicks von Jobsuchenden aus Deutschland. Auch hierfür dürfte die hohe Anzahl an Jobs und gesuchten Qualifikationen ursächlich sein. 629 Jobs hat Zalando aktuell auf Glassdoor ausgeschrieben.

 

Vier der ersten fünf Plätze gehen an Digitalunternehmen

Während es mit Siemens ein klassischer Vertreter der deutschen Industrie auf das Treppchen auf Platz 3 schafft, folgen auf den Plätzen 4 und 5 mit SAP und Google zwei weitere Digitalunternehmen. Zwar fußt der Erfolg beider Unternehmen auf Software und Datenanalyse, ihre Zielgruppen könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Google eine Instanz im Consumer-Bereich ist, ist SAP der Weltmarktführer für Unternehmenssoftware. Auch die Anzahl der offenen Stellen in Deutschland geht weit auseinander. Während SAP aktuell mehr als 522 für Deutschland auf Glassdoor ausgeschrieben hat, sucht Google aktuell 105 neue Mitarbeiter für seine deutschen Dependancen. Die Platzierung auf den vorderen Rängen ist angesichts der vergleichsweise wenigen offenen Stellen umso beachtlicher und spricht für die Attraktivität des Suchmaschinenbetreibers als Arbeitgeber. 

“Tech-Unternehmen und insbesondere der E-Commerce bieten Beschäftigten ein sehr breites Spektrum an Beschäftigungen an. Sie suchen letztlich nicht ausschließlich hochspezialisierte Software-Entwickler und Datenanalysten, sondern eben auch Mitarbeiter in Logistikzentren und Kundenbetreuer. Online-Händler wie Amazon oder Zalando verzeichnen dadurch ein ausgesprochen breites Interesse von Jobsuchenden. In Zeiten von Fachkräftemangel ist das ein sehr positives Signal für die Tech-Branche. Denn nur durch neue Talente wird  sich das dynamische Wachstum der letzten Jahr auch in der Zukunft fortschreiben lassen”, so Felix Altmann, Arbeitsmarktexperte bei Glassdoor. 

 

Berlin ist der Standort mit den meisten Unternehmen im Ranking

Erfreuliche Nachrichten auch für die Deutsche Bahn. Sie sortiert sich gleich hinter SAP auf dem sechsten Platz in der Rangliste ein und bietet mit 2.577 offenen Jobs die meisten aller vertretenen Unternehmen. Auf den weiteren Plätzen der Bestenliste finden sich beispielsweise Technologieanbieter wie Continental oder Robert Bosch auf den Plätzen 7 und 10. Interessanterweise sind beide Unternehmen, die nicht zuletzt als Zulieferer für die Autoindustrie fungieren, vor dem ersten und einzigen Autohersteller platziert. Dieser landet mit Porsche erst auf dem 13. Rang. Ebenfalls bemerkenswert: Das Start-up N26 schafft es im Gegensatz zur etablierten Konkurrenz als einzige Bank in die Rangliste und macht Berlin (Deutsche Bahn, N26 und Zalando) auch zum Standort mit den meisten Unternehmen im Ranking.

“Die Rangliste zeigt, dass besonders namhafte Unternehmen mit etablierten Arbeitgebermarken von der Nachfrage der Jobsuchenden am stärksten profitieren. Das heißt für Unternehmen, die nicht so sehr im Licht der Öffentlichkeit stehen, noch mehr in ihre eigene Sichtbarkeit zu investieren und für Jobsuchende, dass es sich auch lohnt, weniger namhafte Unternehmen in Betracht zu ziehen. Die Arbeitsbedingungen können dort sogar besser sein und die Konkurrenz um die offenen Stellen ist in jedem Fall geringer”, ergänzt Altmann

 

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Methodik

Suchverhalten auf Glassdoor sind ein wichtiger Indikator dafür, welche Arbeitgeber bei Jobsuchenden aktuell besonders beliebt sind und für Bewerbungen in Betracht gezogen werden. Das Glassdoor Economic Research Team hat daher im Zeitraum 1. Juli 2018 bis 30. Juni 2019 die Klicks auf Stellenanzeigen auf Glassdoor analysiert und anhand der Anzahl der Klicks auf ausgeschriebene Jobs eine Bestenliste ermittelt.