In den Medien, Jobs, Weitere Top-Themen

Ausbildungsmarkt wird zum Bewerbermarkt

 

Gerade beginnt für viele junge Menschen in Deutschland ein neuer, spannender Lebensabschnitt – sie starten eine Ausbildung und erlernen einen Beruf. Doch auch diejenigen, die bisher noch keine passende Stelle gefunden haben, haben noch gute Chancen, denn: noch nie war die Situation auf dem Ausbildungsmarkt in Deutschland so gut wie derzeit – zumindest aus Sicht der Bewerber und Bewerberinnen. Die jüngsten Daten der Bundesagentur für Arbeit zeigen, dass das Angebot an Lehrstellen größer ist als die Nachfrage. Laut der Zahlen vom Juli 2016 gibt es rund 172.000 unbesetzte Ausbildungsplätze, aber nur 148.000 mögliche Bewerber.1 Letztes Jahr gab es zum gleichen Zeitpunkt nur 163.000 freie Ausbildungsplätze und die Zahl der Jobsuchenden lag bei 155.000.

So wird der deutsche Ausbildungsmarkt zunehmend zum Bewerbermarkt. Für viele Betriebe wird es immer schwieriger Kandidaten zu finden. Dies bestätigen auch die Ergebnisse einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages: Ein Drittel aller Unternehmen findet nicht mehr für alle angebotenen Stellen einen Lehrling.2 In den ostdeutschen Bundesländern gaben sogar 45% der befragten Betriebe an, nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen zu können. Vor 10 Jahren galt dies nur für 12% aller Unternehmen deutschlandweit. Geburtenschwache Jahrgänge der Generation Z sind eine Erklärung dieser Entwicklung, gleichzeitig gibt es immer weniger Schüler, die einen Realabschluss machen – viele streben nach einem höheren Abschluss, um anschließend zu studieren.

Klassische Ausbildungsberufe am beliebtesten

Keine Veränderung gibt es hingegen bei den Interessen der Bewerber: Nach wie vor besonders beliebt sind die klassischen Kaufmanns- und Handelsberufe. In der Top 10 der Bundesagentur für Arbeit finden sich unter anderem Ausbildungsgänge zum Einzelhandelskaufmann und Kaufmann mit Schwerpunkt Büromanagement sowie zum Verkäufer und Industriekaufmann. Im Gegensatz dazu haben vor allem das Handwerk und die Gastronomie Schwierigkeiten, Auszubildende für sich zu gewinnen.

Junge Menschen, die auf der Suche nach einer Lehrstelle sind, können die Lage auf dem Ausbildungsmarkt zu ihrem Vorteil nutzen. Glassdoor bietet speziell für Schüler und Studenten die Möglichkeit nach Ausbildungsplätzen zu suchen und Bewertungen von Mitarbeitern zu mögliche Arbeitgebern zu lesen und zu vergleichen.

Doch auch Unternehmen können auf Glassdoor aktiv werden und Mitarbeiter gewinnen: Einfach ein kostenloses Arbeitgeberprofil freischalten, auf Bewertungen reagieren und Jobangebote einstellen.

 

1 Bundesagentur für Arbeit: http://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201607/iiia5/ausb-ausbildungsstellenmarkt-mit-zkt/ausbildungsstellenmarkt-mit-zkt-d-0-201607-pdf.pdf

2 Deutscher Industrie- und Handelskammertag: http://www.dihk.de/presse/meldungen/2016-06-14-ausbildungsumfrage