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6 Verhaltensregeln, die Sie in einer Gehaltsverhandlung beachten sollten

Sie haben sich auf einen neuen Job beworben und endlich die ersehnte Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten? Herzlichen Glückwunsch! Dabei wird Ihnen im Laufe des Bewerbungsprozesses irgendwann die Frage nach Ihrer Gehaltsvorstellung begegnen. Und auf diese Frage sollten Sie gut vorbereitet sein, denn niemand sollte sich unter seinem Wert verkaufen. Daher ist es wichtig, dass Bewerber vor dem Gespräch eine realistische Vorstellung davon haben, wie viel sie verdienen möchten. Im Allgemeinen ist das Gehalt zwar verhandelbar, aber die zuerst genannte Zahl wird der Ausgangspunkt für Ihre Verhandlung sein.

Denken Sie immer daran, dass Bewerbungsgespräche dazu dienen, Arbeitgeber mit geeigneten Mitarbeitern zusammenzubringen und umgekehrt. Auf der einen Seite möchte das Unternehmen herausfinden, ob Sie ein guter Kandidat für die offene Stelle sind. Auf der anderen Seite stellt das Gespräch auch für den Bewerber eine Gelegenheit dar, festzustellen, ob das Unternehmen für ihn das Richtige ist. Teil dieses Prozesses ist die Frage nach der Gehaltsvorstellung. Durch geschicktes Beantworten dieser Frage kann sich der Bewerber bestmöglich positionieren.

Wir haben 6 Verhaltensregeln für Ihre nächste Gehaltsverhandlung zusammengestellt:

DON’T: Uninformiert ins Gespräch gehen

DO: Recherchieren Sie vor Ihrem Gespräch, welche Gehälter für den Beruf und die Branche üblich sind. Schauen Sie sich die Stellenbeschreibung genau an und suchen Sie nach Informationen zu Gehältern für ähnliche Stellen bei dem jeweiligen Unternehmen oder bei vergleichbaren Arbeitgebern. Neben Erfahrungsberichten zu Vorstellungsgesprächen und Arbeitgeberbewertungen sammelt Glassdoor Gehaltsangaben von aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern bei Unternehmen aus den verschiedensten Branchen. Idealerweise sollte ein Bewerber eine Vorstellung von branchenüblichen Gehältern in der in Frage kommenden Region haben und dabei auch seine Berufserfahrung und Fähigkeiten einbeziehen.

DON’T: Beim ersten Telefongespräch nicht nach der Gehaltsspanne fragen

DO: Wenn Ihr Lebenslauf den Jobvoraussetzungen entspricht, wird die Personalabteilung mit Ihnen eventuell zunächst ein Telefongespräch vereinbaren, bevor Sie zum persönlichen Vorstellungsgespräch vor Ort eingeladen werden. Fragen Sie schon im Telefongespräch nach der Gehaltspanne, die das Unternehmen für die Position vorgesehen hat. Falls die vom Recruiter genannte Summe weit unterhalb Ihrer Vorstellung liegt, können Sie sich die Fahrt zum persönlichen Vorstellungsgespräch möglicherweise sparen.

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DON’T: Ihr derzeitiges Gehalt preisgeben, wenn Sie danach gefragt werden

DO: Gleichzeitig ist es ratsam, nicht sofort zu Beginn des Bewerbungsprozesses Ihr aktuelles Gehalt zu verraten oder Ihr Wunschgehalt zu nennen. Erläutern Sie dem Personaler, dass Sie zunächst Details zu der Position in Erfahrung bringen möchten und sicherstellen wollen, dass Sie die erforderlichen Fähigkeiten mitbringen. Bitten Sie den Recruiter, Ihnen mehr Informationen zu der Position und den Anforderungen mitzuteilen.

Darüber hinaus können Sie erwähnen, dass Ihre derzeitige Vergütung kein Indikator für Ihr Gehalt in der neuen Position sein sollte, da die Aufgaben und Verantwortungsbereiche sich von Job zu Job unterscheiden. Wenn Sie beispielsweise bei einer Non-Profit-Organisation arbeiten und daher vergleichsweise wenig verdienen und Sie Ihr Gehalt im Gespräch zu früh preisgeben, riskieren Sie auch im neuen Job unter Ihrem Marktwert vergütet zu werden.

DON’T: Der Erste sein, der eine Zahl in den Raum wirft

DO: Ihr Ziel sollte es sein, den Personaler oder Interviewer dazu zu bringen, die seitens des Unternehmens vorgesehene Gehaltsspanne offen zu legen, bevor Sie Ihr Wunschgehalt nennen. Denn erst, wenn Sie genau verstehen, um was es bei der ausgeschriebenen Stelle geht – und dazu gehört die Information zum vorgesehenen Gehalt – können Sie ein produktives Gespräch über Ihre Vorstellungen der Vergütung führen.

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DON’T: Zu spezifische Angaben machen

DO: Anstatt eine genaue Zahl anzugeben, wenn Sie nach Ihrer Gehaltsvorstellung gefragt werden, ist es ratsam, eine Spanne zu nennen. Bei der Berechnung der Gehaltsspanne sollten Ihre relevante Berufserfahrung, Ihre Fähigkeiten, die Erwartungen des Managers an die Position und branchenübliche Gehälter Berücksichtigung finden.

Wenn der Arbeitgeber nach Ihrer Gehaltsvorstellung fragt, weil er Ihnen ein Angebot machen möchte, können Sie diesen auch bitten, das Angebot basierend auf der im Budget vorgesehenen Gehaltsspanne zu erstellen. Sollte das Angebot unter Ihrem Wunschgehalt liegen, verhandeln Sie. Und sollten Sie sich mit dem Arbeitgeber auch durch Verhandlung nicht auf eine für Sie zufriedenstellende Summe einigen können, bleibt Ihnen immer noch die Option, das Angebot abzulehnen.

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