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3 einfache Wege, die Nerven zu behalten und das Selbstbewusstsein zu stärken

Wir alle erleben in unserem Leben Dinge, die an unserem Nervenkostüm und Selbstbewusstsein rütteln. Sich in diesen Situationen kontrollieren zu können, ist eine Schlüsselkompetenz.

Egal, ob Sie vor einem bevorstehenden Vorstellungsgespräch bzw. einer Präsentation nervös sind oder mit einer gerade erhaltenen Absage klarkommen müssen: Hier drei einfache Tipps, die Ihnen helfen könnten.

  1. Atmen

Eine gute Methode, sich selbst zu beruhigen ist die Atemübung „7:11“. Das Ausatmen dauert dabei länger als das Einatmen, wodurch ein Entspannungsimpuls durch den Körper geleitet wird.

So geht’s:

Durch die Nase einatmen und durch den Mund ausatmen. Atmen Sie so tief ein, dass Sie es bis in den Bauch spüren können. Dabei werden Sie merken, wie sich Ihr Magen ausdehnt und ihr Körper aufrichtet. Beim Ausatmen gehen Sie wieder in Ihre Anfangsposition zurück.

Beim Einatmen zählen Sie bis 7 und beim Ausatmen bis 11. Vielleicht fühlen Sie sich auch wohler, wenn sie nur 4 Sekunden lang einatmen und 6 bis 7 Sekunden ausatmen. Achten Sie darauf, einen Rhythmus zu finden, der für Sie angenehm ist. Am wichtigsten ist, dass das Ausatmen länger dauert als das Einatmen.

Es muss kein auffälliger, tiefer Atemzug sein. So können Sie diese Technik überall ausüben, um Ihre Nerven zu beruhigen.

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  1. Erfolge feiern

Wenn Ihr Selbstbewusstsein einen kleinen Schub vertragen kann, dann notieren Sie, was Sie bereits alles erreicht haben und machen Sie eine Liste Ihrer Erfolge. Konzentrieren Sie sich nicht mehr auf die negativen Aspekte! Schauen Sie nur auf die positiven Dinge und denken Sie nicht an das, was Sie nicht oder noch nicht geschafft haben.

Wenn etwas einmal nicht nach Plan gelaufen ist, dann schauen Sie, was Sie aus der Situation lernen können. Überlegen Sie, was Sie beim nächsten Mal anders machen können, stellen es sich bildlich vor und üben es. Geben Sie Ihrem Gehirn so eine bessere Bezugsquelle, um schwierige Situationen beim nächsten Mal besser zu bewältigen.

  1. Vorbereiten

Sich gut vorzubereiten klingt nach einer Selbstverständlichkeit. Doch es ist sinnvoll, sich dessen bewusst zu sein, denn eine gute Vorbereitung ist die Grundvoraussetzung, um Nervosität vorzubeugen. Wenn Sie mit einer Situation konfrontiert werden, die Ihnen ein beklemmendes Gefühl gibt, wird die emotionale Seite Ihres Gehirns, die Amygdala, in hohe Alarmbereitschaft versetzt und überlagert den Bereich für logisches, rationales Denken.

Wenn Sie einmal etwas gefragt worden sind und die einzigen Worte, die Ihnen durch den Kopf schwirrten waren „Oh, ich weiß es nicht, ich weiß es nicht, ich weiß es nicht!“, dann waren Sie sehr wahrscheinlich stark emotional aufgeladen (so wie in diesem Fußballer-„Interview“). Sie sind dann in einer emotionalen Schleife gefangen und finden keinen Zugang mehr zu Ihrem rational denkenden Teil Ihres Gehirns.

Ohne Vorbereitung werden Sie versuchen, Informationen aus Ihrem Langzeitgedächtnis abzurufen und werden dadurch Schwierigkeiten haben, die effektivste Antwort zu entwickeln. Durch eine gute Vorbereitung auf solche Situationen, werden Sie in der Lage sein, gute Antworten und Beispiele aus Ihrem Kurzzeitgedächtnis abzurufen.

Im Grunde machen Ihre Emotionen Sie dumm! Also, entwickeln Sie sich bildlich gesprochen vom im Autoscheinwerferlicht zitternden Kaninchen zu einem Schwan. Im Verborgenen mögen viele gedankliche Prozesse ablaufen, aber äußerlich bewältigen Sie diese auf anmutige Weise.

 

Es ist für uns alle vollkommen natürlich, dass wir in gewissen Situationen angespannt sind – die Kunst liegt darin, seine Nerven zu kontrollieren. Wenn Sie das nächste Mal vor einer schwierigen Situation stehen, denken Sie an die drei einfachen Regeln und gehen Sie die Aufgabe ruhig, gelassen und abgeklärt an.

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